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Drei Achsen zwei Laptops ein Wohnmobil

Wohnmobil waschen: unsere Erfahrung mit dem CleanTruck Starter Kit

Ratgeber · 13. September 2026 zuletzt ergänzt am 14. Oktober 2026
Hand mit der Pumpsprühflasche aus dem CleanTruck Starter Kit, die Schaum auf die bereits eingeschäumte Wand von Luna sprüht.

Wir haben das Mittel selbst gekauft und bekommen vom Hersteller für diesen Beitrag nichts, kein Geld, keine Ware, keine Absprache. Weil wir eine Marke nennen und den Shop verlinken, ist das trotzdem unbezahlte Werbung. Weiter unten steht außerdem ein Amazon-Link zu dem Schrubber, den wir benutzt haben, daran verdienen wir eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Hier stehen unsere CleanTruck-Erfahrungen aus einem einzigen Waschgang am Samstag, dem 12. September 2026, direkt nach der Rückfahrt aus Schweden. Wer sein Wohnmobil reinigen will und vor derselben Kaufentscheidung steht, findet unten den kompletten Ablauf mit Dosierung, Zeitbedarf und Preis. Ein Vorher-Foto haben wir vergessen, das ärgert uns beim Schreiben noch immer, weil ausgerechnet der Ausgangszustand die halbe Geschichte wäre.

Warum wir diesen Wohnmobil-Reiniger gekauft haben

Das Produkt lief uns seit rund zwei Jahren auf Facebook über den Weg, damals hatten wir noch ein Boot und kein Wohnmobil. Nach sechs Wochen Schweden sah Luna dann so aus, wie ein Fahrzeug eben aussieht, das sechs Wochen lang durch Regen, über Schotterwege und an Ostseeküsten entlang gefahren ist. Regenstreifen auf den Flanken, tote Insekten auf der Front, unten an den Radkästen richtige Verkrustungen. Da fiel mir der Reiniger wieder ein, gefunden war er schnell, bestellt wurde das Starter Kit Caravan von CleanTruck. Wir haben dafür 85,50 Euro bezahlt (Stand September 2026).

Im Paket liegen fünf Kilogramm HighPower Cleaner Caravan als Konzentrat, eine Pumpsprühflasche mit zwei Litern Fassungsvermögen, ein kleiner Zapfhahn für den Kanister und eine Felgenbürste von Vikan. Das Set haben wir genommen, weil wir ohnehin etwas zum Auftragen gebraucht hätten. Hergestellt wird das Mittel in Bad Abbach bei Regensburg. Laut Hersteller ist es säurefrei, biologisch abbaubar, in Wassergefährdungsklasse 1 eingestuft und von der DEKRA auf Oberflächenverträglichkeit geprüft, der pH-Wert liegt bei 10,5. Wo Luna steht, gibt es einen Hochdruckreiniger und genug Platz, um das Wohnmobil zu waschen, damit war die Sache am Wochenende nach der Rückkehr eingetütet. Zweimal im Jahr wollen wir künftig das Wohnmobil waschen, einmal nach den Sommerferien und einmal im Frühjahr. Dazwischen waschen wir nur, wenn es wirklich zugesetzt ist oder viel Vogeldreck auf dem Lack klebt, weil der sich sonst in die Oberfläche frisst. Das Dach lassen wir dabei aus. Eine Leiter steht zur Verfügung, benutzt haben wir sie dafür bisher nicht.

300 Milliliter Konzentrat auf zwei Liter Wasser

Das Mittel ist ein Konzentrat, der Hersteller gibt eine Spanne von 1:1 bis 1:10 an. Wir haben zuerst zwei Liter Wasser in die Pumpflasche gefüllt und danach 300 Milliliter Konzentrat dazugegeben, das entspricht ungefähr 1:7. Genauer ging es nicht, weil wir nichts zum exakten Abmessen dahatten, die Skala der Flasche gab die Rechnung so her. Für die eigene Kalkulation lohnt sich der Blick auf die Herstellerrechnung, die mit fünf Litern Konzentrat auf 50 Liter fertigen Reiniger kalkuliert. Mit unserer Mischung liegen wir also über dieser Sparvariante. Selbst so hält der Kanister eine ganze Weile, bei zwei Litern Ansatz pro Waschgang kommen wir auf deutlich mehr als ein Dutzend Wäschen.

Einschäumen, einwirken lassen und abspülen

Zuerst haben wir Luna komplett mit dem Hochdruckreiniger nass gemacht, damit sich der grobe Schmutz anlöst. Danach kam das Mittel aus der Pumpflasche drauf, auch auf die Felgen. Das Sprühen selbst geht gut von der Hand, gepumpt werden muss allerdings kräftig und zwischendurch immer wieder, sonst fällt der Druck ab und der Strahl wird kurz. Der Himmel war bedeckt, was uns entgegenkam, weil das Mittel in der Sonne antrocknen würde und das bei solchen Reinigern nie gut ist. Nach ein paar Minuten Einwirkzeit stand der Schaum immer noch auf der Wand und war nicht abgelaufen.

Luna steht eingeschäumt auf dem gepflasterten Hof, der Schaum läuft in Schlieren über die silberne Seitenwand.
Der Schaum bleibt stehen und läuft nicht sofort ab, das war bei bedecktem Himmel kein Problem.

Abgeschrubbt haben wir mit einem Teleskop-Schrubber von Amazon (Affiliate-Link), der bis auf drei Meter ausfährt. Dabei lagen eine weiche Bürste und ein Mikrofaser-Aufsatz, für die Flächen haben wir den Mikrofaser-Aufsatz genommen. Schon beim Schrubben war zu sehen, dass die Regenstreifen mit einem Zug verschwanden. Anschließend hat unser Sohn alles mit dem Hochdruckreiniger abgespült. So sind wir die vier Seiten nacheinander durchgegangen, dafür haben wir rund zwanzig Minuten gebraucht.

Das frisch abgespülte, noch nasse Wohnmobil steht vor der Halle, Lack und Fenster sind sauber.
Nach dem Abspülen mit dem Hochdruckreiniger, gut eine halbe Stunde nach dem ersten Schaum.

Insekten an der Front, Verkrustungen an den Radkästen

Die Front war nach sechs Wochen dicht mit toten Insekten, auch auf der Scheibe. Der CleanTruck-Reiniger hat sie gut gelöst, abgenommen habe ich sie dann mit der weichen Bürste. Druck ausüben musste ich dabei nicht, das ging einfach ab. Die zweite harte Stelle saß unten an den Radkästen, wo eine weiße Metallleiste und Kunststoff aneinanderstoßen. Dieselbe Sorte Dreck sitzt rund um den Einfüllstutzen für den Diesel. Dort sitzt der Dreck, der bei Regenfahrten hochgeschleudert wird und anschließend antrocknet, über Wochen wird daraus eine feste Kruste. Auch die ist weggegangen.

Für die Felgen lag die Vikan-Bürste im Set. Die Felgen sind bei uns die Stelle, an der Bremsstaub und Straßendreck am hartnäckigsten sitzen. Genau dort hat mich das Ergebnis am meisten überrascht. Sie sahen danach wieder aus wie am ersten Tag. Vom Einschäumen bis dahin war die Arbeit körperlich unauffällig, wir haben an keiner Stelle mit Kraft gearbeitet.

Regenstreifen am Wohnmobil entfernen

Der sichtbarste Schaden nach sechs Wochen waren die Regenstreifen auf den Flanken, diese senkrechten grauen Bahnen, die von den Dachkanten und den Fensterrahmen nach unten laufen. Sie entstehen, wenn Regenwasser den Staub von Dach und Aufbau mitnimmt und an der Wand antrocknet. Mit jeder Fahrt im Regen werden sie deutlicher. Mit dem Gartenschlauch bekommt man sie nicht weg, weil sie fest auf der Oberfläche sitzen. Man arbeitet sich beim Wohnmobil waschen an genau diesen Bahnen am längsten ab. Dafür haben wir das Mittel gekauft.

Regenstreifen am Wohnmobil entfernen hat bei uns so funktioniert: einsprühen, ein paar Minuten warten, danach mit dem Mikrofaser-Aufsatz einmal von oben nach unten durchziehen. Beim ersten Zug war die Bahn weg, nachgearbeitet haben wir an keiner Stelle und poliert schon gar nicht. Der Hersteller erklärt das damit, dass der Reiniger die statische Ladung des Straßenschmutzes umdreht und der Dreck sich dadurch von der Oberfläche abstößt. Ob das die richtige Erklärung ist, können wir nicht beurteilen, wir haben nur das Ergebnis gesehen. Wichtig ist dabei die Einwirkzeit von mindestens drei Minuten, ohne sie muss man deutlich mehr schrubben.

Nahaufnahme der sauberen Seitenwand mit dem Schriftzug Globetrotter, die Oberfläche spiegelt die Halle.
Die Regenstreifen auf der Flanke sind restlos weg, die Oberfläche spiegelt wieder.

Nach dem Trocknen blieben keine Wasserflecken

Beim Wohnmobil reinigen zählt für uns das Ergebnis nach dem Trocknen. Der eigentliche Moment kam deshalb später, als Luna trocken in der Halle stand. Vom ersten Foto mit Schaum bis dahin lag gut eine Stunde. Wasserflecken sind keine zurückgeblieben, auch keine Kalkränder an den Kanten, das Wasser ist restlos weggetrocknet. Damit hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet, weil wir nicht nachpoliert und nichts abgeledert haben. Das Wohnmobil sah danach aus wie neu, obwohl es kurz zuvor noch reichlich verdreckt war. Genau an diesem Punkt hat uns der Reiniger überzeugt, denn die Arbeit hinterher ist der Teil, den man beim Wohnmobil reinigen am meisten fürchtet. Wer schon einmal ein großes Fahrzeug mit Eimer und Schwamm gewaschen und danach eine Stunde lang Schlieren wegpoliert hat, weiß, was hier eingespart wurde. Nachgearbeitet haben wir an keiner einzigen Stelle.

Nahaufnahme der getrockneten Außenwand des Wohnmobils in der Halle, ohne Kalkränder oder Wasserflecken.
Nach dem Trocknen blieben keine Wasserflecken zurück, das war für uns die größte Überraschung.

Viel Geld, für den Werterhalt trotzdem richtig

85,50 Euro sind für einen Wohnmobil-Reiniger viel Geld, daran gibt es nichts zu deuteln. Für uns rechnet sich das über zwei Punkte. Der Kanister fasst fünf Kilogramm und reicht bei unserer Dosierung für viele Wäschen, der Preis pro Waschgang liegt damit im einstelligen Eurobereich. Dazu kommt der zweite Punkt. Ein Wohnmobil, das regelmäßig gereinigt wird, bleibt länger in gutem Zustand, gerade an den Stellen, an denen sich Schmutz sonst festsetzt. Wir würden das CleanTruck-Set jederzeit wieder kaufen.

Zwei Einschränkungen gehören dazu, damit das hier keine Jubelmeldung wird. Wir haben genau einen Waschgang hinter uns, über Haltbarkeit, Ergiebigkeit auf lange Sicht und die Wirkung auf Dichtungen und Acrylfenster über Jahre können wir nichts sagen. Uns fehlt außerdem der direkte Vergleich, weil wir vorher kein anderes Mittel zum Wohnmobil reinigen benutzt haben. Was wir sagen können, ist das, was auf den Fotos zu sehen ist.

Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi, im Schnitt 13 bis 16 Wochen im Jahr. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.

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