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Drei Achsen zwei Laptops ein Wohnmobil

Unsere Dethleffs Globetrotter XLi Erfahrungen

Dethleffs Globetrotter XLi steht seitlich auf einer Wiese unter Birken am Kvarnsjön
nach Themen sortiert

Die Bereiche

Alles, was wir zum Fahrzeug aufgeschrieben haben, liegt in diesen sieben Bereichen. Jeder Bereich sammelt die Beiträge dazu, vom Kauf über die Technik an Bord bis zu den Kosten.

Gut 6.000 Kilometer im Dethleffs Globetrotter XLi

Wir fahren einen Dethleffs Globetrotter XL I im Grundriss 7850-2 EB, Baujahr 2024, und nennen ihn Luna. Auf dem Tacho stehen gut 6.000 Kilometer. Die Werte in diesem Bericht stammen aus den ersten 5.000, davon rund zwei Drittel Autobahn, dazu sechs Wochen Leben im Fahrzeug. Unterwegs sind wir im Schnitt 13 bis 16 Wochen im Jahr, Luna kam 2026 neu zu uns, die ersten sechs Wochen liegen also hinter uns. Auf dieser Seite sammeln wir unsere Dethleffs Globetrotter XLi Erfahrungen, von der Übergabe beim Händler bis zu dem, was nach den ersten tausend Kilometern klappert. Für ein Langzeiturteil ist es dafür zu früh, alles hier haben wir selbst gefahren, selbst gemessen oder selbst bezahlt.

Der Globetrotter XLi ist ein großer Integrierter mit Doppelachse hinten, 8,61 Meter lang und bei uns auf 5.400 Kilogramm aufgelastet. Beim Wohnmobil wiegen vor sechs Wochen Schweden kamen wir beladen auf 5.330 Kilogramm, davon 2.370 auf der Vorderachse und 2.960 auf der Hinterachse. Diese Zahlen bestimmen den Alltag stärker als jede Ausstattungsliste, weil an ihnen der Führerschein hängt, das Tempolimit, die Maut in Dänemark und Schweden und die Frage, welcher Stellplatz überhaupt in Frage kommt.

Wir arbeiten ungefähr den halben Tag aus dem Wohnmobil und sind zu dritt unterwegs, meistens in Skandinavien. Unsere Dethleffs Globetrotter XLi Erfahrungen entstehen dadurch im Dauerbetrieb über Wochen, mit allem, was dabei ausfällt, und mit dem, was sich bewährt. Wo eine Zahl aus einer einzelnen Messung stammt, schreiben wir das dazu.

Die Eckdaten unseres Globetrotter XLi

ModellDethleffs Globetrotter XL I 7850-2 EB, Baujahr 2024
BasisfahrzeugFiat Ducato Maxi mit AL-KO-Tiefrahmen, Doppelachse hinten
Maße8,61 m lang, 2,33 m breit, 3,04 m hoch, 2,08 m Innenhöhe, Radstand 4,50 m
Gewicht5.000 kg ab Werk, aufgelastet auf 5.400 kg, beladen gewogen 5.330 kg
Verbrauch11,5 l auf 100 km im Schnitt, rund 10 l auf der Autobahn
Strom336 Ah Lithium von Victron, Wechselrichter MultiPlus mit 3.000 W
Wasser und BadZerhackertoilette von Dometic, UV- und Partikelfilter, City-Anschluss
Kilometerstandgut 6.000 km, Stand 15. September 2026

Das Kurzfazit nach gut 6.000 Kilometern

Wer sich einen Dethleffs Globetrotter XLi ansieht und wenig Zeit hat, findet hier die fünf Punkte, auf die es bei uns hinausläuft.

  • Das überzeugt: die Hubstützen, weil nichts mehr wackelt, die Heizung, die auch bei 10 Grad in der Nacht gleichmäßig warm hält, und die Matratzen auf echten Lattenrosten.
  • Das nervt: Spaltmaße von bis zu einem Zentimeter an den Küchenschränken, eine laute Dachklimaanlage und Steckdosen, die im Heck an der Decke sitzen.
  • Die Zahlen: 11,5 Liter auf 100 Kilometer im Schnitt, 5.330 Kilogramm beladen gewogen bei zulässigen 5.400, rund eine Woche Wasser und etwa 20 Prozent Batterie am Tag.
  • Für wen er passt: zwei Erwachsene mit einem größeren Kind, die länger an einem Platz stehen und unterwegs arbeiten.
  • Für wen eher nicht: wer zu viert mit zwei Teenagern reist, wer über 1,97 Meter misst oder wer jeden zweiten Tag weiterfährt und enge Ortsdurchfahrten meiden will.

Direkt darunter liegen die sieben Bereiche mit allen Beiträgen zum Fahrzeug. Der Kauf und die Übergabe stehen dort genauso wie die Technik an Bord, die Werkstattbesuche und die Kosten. Weiter unten folgt der ausführliche Bericht mit dem, was uns überrascht hat, wo die Verarbeitung nachlässt und für wen das Fahrzeug zu eng wird. Was wir zum Dethleffs Globetrotter XLi geschrieben haben, wächst mit jeder Reise mit Luna weiter, ältere Beiträge ergänzen wir, sobald sich eine Zahl ändert.

aus dem Bereich

Strom, Gas und Wasser

Die Technik an Bord und was sie im Alltag leistet: Batterie, Solar, Gas, Frischwasser und Abwasser. Ausfälle stehen hier ebenfalls, jeweils mit der Ursache, die wir gefunden haben.

Strom, Gas und Wasser sind im Globetrotter XLi die Themen, an denen sich zeigt, wie weit man ohne Anschluss kommt. Die Lithiumbatterie hat 336 Amperestunden, an einem sonnigen Tag verbrauchen wir davon rund 20 Prozent, mit laufender Satellitenantenne und Fernsehen am Abend. Frischwasser und Schwarzwasser reichen bei uns jeweils etwa eine Woche, weil wir an Bord kaum duschen. Die beiden Ausfälle in diesem Bereich, die Tanksensoren und die Zerhackertoilette von Dometic, stehen hier mit Fehlerbild und Ursache.

aus dem Bereich

Qualität, Werkstatt und Pflege

Verarbeitung, Mängel und Werkstattbesuche, dazu die Pflege von außen. Wir schreiben auf, was auffällt, und was daraus geworden ist.

Die Verarbeitung ist der Teil, über den Prospekte schweigen. An den Küchenschränken unseres Dethleffs Globetrotter XLi liegen die Spaltmaße bei bis zu einem Zentimeter, einzelne Schubladen sitzen sichtbar versetzt. Dazu kommen eine Hubstütze, die kurz vor dem Urlaub ausfiel, ein Werkstattbesuch mit gemischtem Ergebnis und die Frage, wie der Aufbau nach sechs Wochen Skandinavien wieder sauber wird.

aus dem Bereich

Kosten

Was uns das Wohnmobil kostet, mit einem Datum an jeder Zahl. Von der Maut in Dänemark und Schweden bis zu dem, was eine nachgerüstete Hubstützanlage aufruft.

Was ein Wohnmobil dieser Größe im Betrieb kostet, steht hier mit dem Datum, an dem die Zahl galt. Die Maut in Dänemark und Schweden gehört dazu, die Öresundbrücke, bei der der günstige Wohnmobilvertrag an einer Gewichtsgrenze endet, und die nachgerüstete Hubstützanlage als einer der größten Einzelposten am Globetrotter XLi. Laufende Kosten wie Steuer und Versicherung kommen nach und nach dazu.

aus dem Bereich

Fahren und Gewicht

Was 8,61 Meter Länge und 5.400 Kilogramm im Alltag bedeuten: Führerschein, Tempolimits, Achslasten und die Frage, wo man ein Wohnmobil dieser Größe überhaupt wiegen lässt.

8,61 Meter Länge, 5.400 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht und beladen gewogene 5.330 Kilogramm bestimmen beim Globetrotter XLi den Alltag. An diesen Zahlen hängen der Führerschein der Klasse C1, abweichende Tempolimits und die Frage, welcher Stellplatz überhaupt in Frage kommt. Wo man ein Wohnmobil dieser Größe wiegen lässt und was dabei herauskam, steht in den Beiträgen hier.

aus dem Bereich

Arbeiten unterwegs

Wir arbeiten beide ungefähr den halben Tag aus Luna. Hier steht, was dafür nötig ist, von der Internetverbindung bis zum Platz am Tisch.

Wir arbeiten beide ungefähr den halben Tag aus dem Wohnmobil. Dafür braucht es eine Verbindung, die auch dann steht, wenn der nächste Ort zwanzig Kilometer entfernt liegt und ringsum Wald steht. Wie sich das Starlink Mini dabei schlägt, wie viel Strom es zieht und wo im Globetrotter XLi ein Arbeitsplatz funktioniert, steht in diesem Bereich.

aus dem Bereich

Wohnen an Bord

Der Innenraum im Dauerbetrieb, vom Abend zu dritt über die Betten bis zum Stauraum. Hier steht, was sich im Alltag bewährt und was uns täglich stört.

Der Innenraum des Globetrotter XLi im Dauerbetrieb: die Sitzgruppe als Esstisch und Arbeitsplatz, die Betten im Heck, das Hubbett über dem Fahrerhaus und der Stauraum in der Heckgarage. Die Abschnitte dazu stehen noch im Bericht am Fuß dieser Seite und wandern nach und nach hierher.

aus dem Bereich

Kauf und Entscheidung

Wie wir vom Boot zum Wohnmobil gekommen sind, warum es ein großer Integrierter wurde und wie der Kauf bei Güma in Mannheim ablief.

Vor dem Dethleffs Globetrotter XLi hatten wir fünf Jahre lang ein Boot in Kroatien. Warum daraus ein großer Integrierter wurde und wie der Kauf bei Güma in Mannheim ablief, steht in diesen Beiträgen. Das Fahrzeug stand zwei Jahre beim Händler, daraus ergab sich der Preis, den wir bezahlt haben.

aus dem Logbuch

Logbuch

Was unterwegs passiert ist, in der Reihenfolge, in der es passiert ist, mit den Umwegen.

Was bisher kaputt gegangen ist

Diese Liste führen wir mit, weil sie beim Kauf die ehrlichste Auskunft über ein Fahrzeug gibt. Alles hier ist bei uns aufgetreten, chronologisch geordnet und jeweils mit dem Beitrag verlinkt, in dem die Fehlersuche und die Lösung stehen. Zwei Dinge fallen dabei auf. Nichts davon hat eine Reise verhindert, und der größte Zeitverlust entstand jedes Mal am Telefon.

  • 23. Juli 2026: Zurück aus der Werkstatt mit Schmutz im Innenraum, einem losen Blinker und einer fehlenden Sicherung. Zum Beitrag
  • 23. Juli 2026: Eine der hinteren Hubstützen fuhr nicht mehr aus, neun Tage vor der Abfahrt. Unter dem XLi war kein Öl und keine Beschädigung zu finden. Zum Beitrag
  • 27. Juli 2026: Ein Reset der Hubstützanlage hat den Fehler behoben, empfohlen von der Einbaufirma am Telefon. Zum Beitrag
  • 1. August 2026: In der ersten Nacht ohne Landstrom blieb das Bedienfeld der Toilette dunkel. Zum Beitrag
  • 2. August 2026: Die Zerhackertoilette von Dometic hatte keine Funktion mehr, schuld war eine Sicherung. Zum Beitrag
  • 6. August 2026: Zwei Tanksensoren fielen gleichzeitig aus, Schwarzwasser und Grauwasser standen ohne Anzeige da. Zum Beitrag
  • Dauerhaft: Spaltmaße von bis zu einem Zentimeter an den Küchenschränken, dazu ein schrappendes Fliegengitter und Heckklappen, die sich im Wind verziehen. Zum Beitrag

Die Hubstützanlage ist später ein zweites Mal ausgefallen, behoben wieder mit demselben Reset. Was sie kostet, was sie außer dem Nivellieren kann und wie dieser Reset läuft, steht im Ratgeber zu den Hubstützen am Wohnmobil.

Zu dritt am Abend sitzt jeder bequem

Ein normaler Abend sieht bei uns immer gleich aus. Ich sitze auf dem gedrehten Fahrersitz, Maria auf dem Beifahrersitz mit den Füßen auf der ausgefahrenen Fußstütze, unser Sohn liegt in der Sitzecke. Von allen drei Plätzen sieht man den Fernseher, und der Tisch wandert dafür ein Stück in den Raum. Wie die Abende an Bord ablaufen, welche Polster hart sind und was der Fernseher taugt, steht im Beitrag So sehen unsere Abende im Globetrotter XLi aus.

Drei Dinge, die wir unterschätzt haben

Der Fahrersitz ist mein liebster Platz im ganzen Dethleffs Globetrotter XLi geworden. In einem integrierten Wohnmobil gehören die Vordersitze zum Wohnraum. Gedreht sitze ich direkt am Tisch, mit dem Laptop davor, und das ist bequemer als jede andere Position an Bord. Vor dem Kauf hätte ich das nicht auf dem Zettel gehabt, weil man einen Fahrersitz eben als Fahrersitz betrachtet.

Die zweite Entdeckung betrifft die Betten im Heck. Deren Lattenroste lassen sich hochklappen, sodass man aufrechter sitzt. Wir nutzen das inzwischen morgens für den Kaffee im Bett, mit weit offener Dachluke, frischer Luft und blauem Himmel darüber. Das gehört zu den Dingen, die in keinem Prospekt stehen und den Tag trotzdem besser machen. Ein Verkäufer hat uns darauf jedenfalls nicht hingewiesen.

Die dritte Sache ist die Dusche, allerdings ohne Wasser. Darin hängt eine Kleiderstange, und dort hängen bei uns die Jacken. Als Garderobe ist die Dusche perfekt. Wer den Platz kennt, den nasse Regenjacken sonst im Wohnraum einnehmen, weiß das nach dem ersten Regentag zu schätzen.

Der Beifahrersitz ist der Schwachpunkt

Wir arbeiten unterwegs beide ungefähr den halben Tag, und im Globetrotter XLi funktioniert das gleichzeitig. Maria sitzt hinten am Tisch, dort gibt es zwei Anschnallgurte, ich ihr gegenüber auf dem gedrehten Fahrersitz. Auf dem Tisch liegt eine Anti-Rutschmatte, der Laptop hat zusätzlich eine rutschfeste Unterlage, damit steht während der Fahrt alles sicher. In die Quere kommen wir uns dabei nicht.

Maria arbeitet mit dem Laptop am Tisch im Wohnmobil
Marias Arbeitsplatz hinten am Tisch, mit Anti-Rutschmatte unter dem Laptop.

Der Schwachpunkt ist die Sitzposition hinten. Die Lehne steht sehr steil, und der Sitz ist hart. Für eine Stunde spielt das keine Rolle, über einen halben Arbeitstag schon. Zwei große Kissen an Bord sind deshalb bei uns Pflichtausstattung, Maria legt sich abends ohnehin eher quer über zwei Sitze, weil die lange Seite der Sitzecke mit rund 30 Zentimetern Sitzfläche sehr schmal ausfällt.

Licht stört beim Arbeiten kaum, weil die Fenster nach außen hin stark abgedunkelt sind. Blenden kann es nur von oben durch das Dachfenster, und das bleibt bei uns offen, weil dort die Satellitenantenne hängt. Wärme war bisher nie ein Problem, Kälte auch nicht. Abends reicht die Ambientebeleuchtung, zusätzliche Lampen brauchen wir nicht.

10 Liter auf der Autobahn, 11,5 im Schnitt

Über die ersten 5.000 Kilometer liegt der Verbrauch unseres Globetrotter XLi bei 11,5 Litern auf 100 Kilometer, auf der Autobahn bei Tempo 100 sind es rund 10 Liter. Darin steckt alles, von der Landstraße bis zur Anfahrt auf den Stellplatz, bei einem Reisegewicht von 5.330 Kilogramm. Wie sich die Zahl zusammensetzt, wie weit eine Tankfüllung reicht und wie sich 8,61 Meter bei Seitenwind und neben Lastwagen fahren, steht im Beitrag Spritverbrauch im Wohnmobil.

20 Prozent Batterie am Tag, eine Woche Wasser

Ohne Landstrom standen wir bisher maximal einen Tag am Stück, das lag an den Plätzen und nicht am Wohnmobil. An einem sonnigen Tag verbrauchen wir rund 20 Prozent der Batteriekapazität. Darin enthalten sind die Satellitenantenne im Dauerbetrieb, abends Fernsehen, Beleuchtung, das Laden von Handys und Laptops sowie die Wasserpumpen. Der Kühlschrank läuft dabei über Gas. Wie viel die Solaranlage an einem solchen Tag zurückholt, haben wir noch nicht sauber gemessen. Beobachtet haben wir einmal zu Hause, dass die Batterien in zwei Tagen von 60 auf 100 Prozent kamen, allerdings mit sämtlichen Verbrauchern aus.

Beim Wasser kommen wir jeweils etwa eine Woche hin, sowohl beim Frischwasser als auch beim Schwarzwassertank. Das gilt für unsere Nutzung, also Hände waschen, Zähne putzen, Toilette nachts. Geduscht, Haare gewaschen und abgewaschen wird draußen oder in den Sanitäranlagen der Plätze. Nachgefüllt haben wir trotzdem oft, weil die Anzeige nur 25, 50, 75 und 100 Prozent kennt. Bei 25 Prozent füllen wir nach, lieber öfter als knapp. Abwasser und Schwarzwasser haben wir bisher drei- bis viermal entsorgt, nie randvoll, immer wenn sich die Gelegenheit ergab.

Die Heizung lief bisher zweimal nachts über Gas. Die erste 11-Kilo-Flasche ist nach zwei Wochen noch nicht leer, wie viel drin ist, weiß ich allerdings nicht. Dafür fehlt uns noch ein Füllstandsmesser mit Bluetooth. Am Landstrom heizt der XLi elektrisch und arbeitet dabei sehr leise, über Gas hört man sie etwas deutlicher.

Der größte Stromverbraucher am Landstrom ist die Heizung samt Warmwasserboiler, dazu die Kaffeemaschine. Fernseher und Satellitenantenne laufen auf 12 Volt, letztere mit 16 Watt. Dauerhaft an 230 Volt hängen nur die Laptop-Netzteile, deshalb bleibt der Wechselrichter hier durchgehend an.

Gekocht wird bei uns mit dem Multikocher

Wir kochen an Bord, und die Küche des Dethleffs Globetrotter XLi reicht dafür vollkommen. Den eingebauten Gasherd haben wir monatelang gar nicht angemacht, inzwischen ist er im Einsatz. Im Einsatz steht ein Multikocher, den wir noch vom Boot kennen, also Airfryer, Schnellkochtopf und Bratpfanne in einem Gerät. Damit machen wir praktisch alles, von Kartoffel-Wedges über Nudeln bis zum Anbraten. Das Gas im Innenraum brauchen wir deshalb selten.

Der Apothekerschrank ist im Alltag praktisch, das Spülbecken groß genug. Einen echten Kritikpunkt gibt es trotzdem, denn für eine Kaffeemaschine ist keine Stellfläche vorgesehen. Bei uns steht deshalb die kleinste Tchibo-Kapselmaschine hinter dem Spülbecken, und dort ist es eng. Warum es die Qbo ONE geworden ist, steht in der Bewertung dazu.

Der Kühlschrank ist groß genug und läuft am Platz über 230 Volt, während der Fahrt über Gas. Das Gefrierfach bleibt bei uns fast leer, dort liegt nur Eis. Die eingebaute Eiswürfelmaschine hat bisher einmal gearbeitet, eine ganze Tüte, und die hält im Gefrierfach durch.

Die Zerhackertoilette spült mit ein bis zwei Litern

Am täglichen Umgang mit der Zerhackertoilette gibt es wenig auszusetzen. Sie arbeitet leise, deutlich leiser als die Zerhacker, die wir vom Boot kannten, was auch am Alter der Geräte liegen dürfte. Beim Entleeren bleibt im Tank kaum etwas zurück, das funktioniert sauber. Ein Punkt ärgert mich trotzdem, denn jede Spülung verbraucht fast immer ein bis zwei Liter Wasser. Für den kleinen Gang würde ein halber Liter genügen, und über eine Woche gerechnet wäre das eine Menge gespartes Frischwasser.

Die Dusche haben wir bisher kein einziges Mal benutzt. Wir nehmen die Sanitäranlagen der Plätze, die Dusche an Bord ist für uns die Notlösung. Ich passe hinein, Maria hat reichlich Platz, danach ist allerdings alles nass und die Feuchtigkeit muss wieder heraus. Praktisch dafür ist der Ventilator zwischen Dusche und Toilette, der sich in beide Richtungen einstellen lässt. Im Winter dürfte er genau dafür wichtig werden.

Eine Kleinigkeit nervt im Bad täglich. Die Tür rastet nicht ein, wenn man sie zur Dusche hin offen stellen will. Sobald der Globetrotter XLi über die Hubstützen gerade steht, hält sie einfach nicht und schwingt zurück. Wer sie offen haben will, muss sie abschließen.

Spaltmaße bis zu einem Zentimeter

Der deutlichste Kritikpunkt am Dethleffs Globetrotter XLi betrifft die Verarbeitung der Möbel. An den drei Küchenschubladen und am Sideboard liegen die Spaltmaße teilweise bei einem ganzen Zentimeter, manche Schubladen sitzen seitlich versetzt. Dazu kommen ein schrappendes Fliegengitter an der Eingangstür, Heckklappen, die sich im Wind verziehen, und eine fehlende Ablage für Schuhe am Eingang. Wie das mit bloßem Auge aussieht, zeigen wir mit Fotos im Beitrag Verarbeitung im Globetrotter XLi.

Wie das Modell im offiziellen Auftritt aussieht, zeigt der Hersteller auf seiner Modellseite zum Dethleffs XL I. Dort heißt das Modell inzwischen ohne den Zusatz Globetrotter.

Hubstützen, Heizung und Betten überzeugen

Die nachträglich eingebauten Hubstützen sind der größte Komfortgewinn am ganzen XLi. Ankommen, Knopf drücken, das Fahrzeug steht in der Waage. Danach bewegt sich beim Gehen nichts mehr, und genau das macht den Unterschied im Alltag. Missen möchte ich das nicht mehr, und für uns war es das Geld wert.

Fast ebenso wichtig ist die Heizung. Wir haben sie auf 19 Grad eingestellt, und damit wird es nachts nicht klamm. Wer es wärmer mag, dreht sie höher. Vom Boot kennen wir das anders, dort war es morgens entweder stickig oder eiskalt. Hier bleibt es angenehm, selbst wenn alles geschlossen ist. Zusammen mit den Betten im Heck ergibt das erstaunlich guten Schlaf. Ich hatte befürchtet, dass mich die tief liegenden Fenster stören und ich die Rollos zerdrücke, passiert ist das bisher nicht.

Der nachgerüstete Wasserfilter gehört ebenfalls in diese Liste. Es ist eine Kombination aus UV-Filter und Partikelfilter, und sie nimmt einem die Frage ab, wie gut das Wasser am jeweiligen Platz ist.

Zwei Dinge, die uns überrascht haben, kann man kaum in eine Ausstattungsliste schreiben. Der XLi lässt sich leicht fahren und rangieren, und man geht sich an einem verregneten Tag zu dritt nicht auf die Nerven. Beides zusammen entscheidet mehr über eine Reise als jede Sonderausstattung.

Das Hubbett würden wir zu zweit weglassen

Das Hubbett über dem Fahrerhaus fährt in etwa zehn Sekunden herunter und ist mit 1,50 mal 2,00 Metern ein vollwertiges Bett. Wären wir dauerhaft zu zweit unterwegs, würden wir es weglassen und den Platz als Stauraum nutzen. Wie sich die Einzelbetten im Heck nach sechs Wochen schlagen, was am Hubbett gut gelöst ist und welchen Fehler man mit der Verdunklung vermeiden sollte, steht im Beitrag Schlafen im Globetrotter XLi.

Für wen diese Größe zu eng wird

Zwei Erwachsene mit einem Teenager passen ideal in den Dethleffs Globetrotter XLi, zwei Erwachsene mit zwei kleineren Kindern vermutlich auch. Bei zwei Erwachsenen und zwei Teenagern wird es dagegen eng, und schuld ist die Sitzecke. Ihre lange Seite bietet höchstens 30 Zentimeter Sitzfläche. Zu dritt dort zu essen geht, es sich zu viert gemütlich zu machen eher nicht.

Der zweite Punkt betrifft die Körpergröße, und dazu kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Ich bin knapp 1,97 Meter groß und wiege 138 Kilo. Für mich passt es, im Bad mit geschlossener Tür wird es allerdings deutlich enger, sobald jemand breiter gebaut ist. Wer über 1,97 Meter misst, stößt in der Dusche oben an. Damit lässt sich vermutlich leben, wissen sollte man es vor dem Kauf.

Ein Ärgernis zum Schluss, für das der Dethleffs Globetrotter XLi nichts kann: Die Fernbedienung der Dachklimaanlage funktioniert praktisch nur aus zehn Zentimetern Entfernung. Einen Meter weiter weg passiert nichts mehr. Die Anlage selbst arbeitet ordentlich.

Die Zahlen nach 5.000 Kilometern

  • Verbrauch: 11,5 Liter im Schnitt, rund 10 Liter auf der Autobahn
  • Längste Etappe: knapp 500 Kilometer in acht bis neun Stunden
  • Autark: etwa 20 Prozent Batterie pro Tag bei laufender Satellitenantenne
  • Wasser: rund eine Woche mit Frischwasser und Schwarzwassertank
  • Gas: zwei Heiznächte, die erste 11-Kilo-Flasche nach zwei Wochen noch nicht leer
  • Sitzecke: lange Seite mit etwa 30 Zentimetern Sitzfläche
  • Hubbett: in zwei bis drei Minuten einsatzbereit

Alle Erfahrungen und Angaben stammen aus unserem eigenen Dethleffs Globetrotter XLi und aus sechs Wochen Dauerbetrieb, gemessen oder abgelesen. Stand September 2026, nach gut 6.000 Kilometern. Unterwegs sind wir im Schnitt 13 bis 16 Wochen im Jahr, die Werte wachsen also mit jeder Saison. Die Werte wachsen mit jeder Etappe, wir tragen sie hier nach. Was das Gewicht dieses Fahrzeugs im Alltag bedeutet, steht im Ratgeber zum Wohnmobil über 3,5 Tonnen, die Kaufgeschichte im Beitrag über den Kauf bei Güma. Was nach sechs Wochen Skandinavien außen an so einem Aufbau hängt und wie wir die Regenstreifen am Wohnmobil entfernt haben, steht in einem eigenen Beitrag.

Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi, im Schnitt 13 bis 16 Wochen im Jahr. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.