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Drei Achsen zwei Laptops ein Wohnmobil

Vom Boot zum Wohnmobil: wie wir bei Luna gelandet sind

Logbuch · 18. Juli 2026 zuletzt ergänzt am 16. August 2026
Eine weiße Motorjacht mit dunklem Rumpf liegt vor einer bewaldeten Küste ruhig im Wasser.

Vor Luna hatten wir ein Boot, es lag auf Cres in Kroatien. Auf dem Papier klingt das großartig, eigenes Boot am Mittelmeer, in der Praxis war es vor allem Stress. Nach den Osterferien haben wir es verkauft, ein halbes Jahr später stand ein achteinhalb Meter langes Wohnmobil vor der Tür.

Am Boot ging ständig etwas kaputt

Jedes Mal, wenn wir ankamen, war irgendetwas kaputt. Nach den Stürmen war hinten an den Klampen das GfK gesplittert, durch kaputte Dichtungen hatte es hineingeregnet, immerhin Süßwasser. Salzwasser nagt ohnehin ununterbrochen an allem. Dann die Winschen, beim nächsten Mal die Pumpe fürs Schwarzwasser, danach die Starterbatterien.

Jedes Mal ging es gleich um mehrere tausend Euro. An einem Wohnmobil geht selbstverständlich auch etwas kaputt, das war uns klar, die Beträge sind dabei allerdings kleiner. Irgendwann war die Sorge größer als die Freude. Also haben wir einen Bekannten, der Boote vermittelt, gebeten, unseres zu verkaufen.

Nach dem Bootsverkauf sollte es ein Wohnmobil werden

Blieb die Frage, wie wir künftig überhaupt in den Urlaub wollten. Für uns war schnell klar, raus aus dem Wasser, ab auf die Straße. Campen war für uns beide nichts Neues. Maria ist als Kind viel zelten gegangen, ich war mit meinen Eltern oft im Wohnmobil unterwegs, im früheren Jugoslawien, in Dänemark, solchen Ecken.

Neu war eher der Rest. Ein Zwanzig-Meter-Boot festmachen, kein Problem. Achteinhalb Meter Wohnmobil rückwärts irgendwo einparken und dazu wissen, worauf man beim Kauf überhaupt achten muss, das war für uns Neuland.

Nach zehn Minuten stand der Globetrotter fest

Wir sind zu einem Händler gefahren, einfach mal schauen, was es überhaupt gibt. Der Plan war, in Ruhe zu vergleichen und nichts zu überstürzen, und er hat keine zehn Minuten gehalten. Dort stand ein Dethleffs Globetrotter XLi, und daran sind wir hängengeblieben. Den Rest haben wir uns trotzdem angesehen, allein um zu wissen, was der Markt hergibt.

Am Ende sind wir wieder beim XLi gelandet, und damit war die Sache entschieden. Überzeugt haben uns der Raum, die Aufteilung und der ganze durchdachte Kleinkram. Das Sideboard zum Beispiel bietet viel Stauraum, unten einen Notsitz und die Möglichkeit, die Beine hochzulegen, darüber hängt an der Wand der Fernseher.

Alpa, Hymer und ein Teilintegrierter im Vergleich

Der Alpa von Dethleffs war der erste Kandidat, ebenfalls ein Vollintegrierter, allerdings nur für zwei Personen zugelassen. Für uns zu klein, wir sind derzeit noch zu dritt. Unser Sohn Raik fährt noch ein bis anderthalb Jahre mit, und für diese Zeit brauchen wir den vierten Platz, für den vorne das Zusatzbett da ist. Dazu kamen ein paar Hymer in derselben Größenklasse wie der XLi. Niesmann und Bischoff waren uns schlicht zu teuer, da waren wir schnell wieder raus.

Auch einen Teilintegrierten haben wir uns angesehen, und dabei ist mir der Unterschied zum ersten Mal richtig aufgefallen. Beim Teilintegrierten steigt man vorne durch ganz normale Autotüren ein, das Fahrerhaus vom Fiat bleibt, wie es ist. Beim Integrierten gehört die komplette Front zum Wohnraum. Uns hat der Integrierte besser gefallen, das fühlt sich mehr nach einem richtigen kleinen Zuhause an. Wer viel unterwegs steht, merkt diesen Unterschied jeden Abend.

Bei zwei Metern Körpergröße entscheidet die Dusche mit

Dann war da noch ein sehr persönlicher Punkt. Ich bin fast zwei Meter groß und nicht der Schlankeste, deshalb muss ein Wohnmobil bei mir zwei Dinge können. Ich will im Notfall in die Dusche passen, und ich will fahren können, ohne dass mir das Lenkrad an den Knien klebt.

Beim Globetrotter hat beides gepasst. Das Bett ist lang und breit genug, vorne ist ordentlich Platz, die Dusche geht in Ordnung. Bei meiner Größe ist das keine Selbstverständlichkeit, und wer ähnlich gebaut ist, sollte genau diese beiden Dinge vor dem Kauf selbst ausprobieren.

Den Ausschlag gaben am Ende der Platz im Fahrzeug, der Grundriss und ein Rabatt auf den Neupreis, bei dem wir zweimal hingeschaut haben. Gekauft haben wir dann allerdings woanders. Warum es Güma in Mannheim wurde und was ein größeres Batteriepaket, drei Jahre Anschlussgarantie und ein paar tausend Euro damit zu tun hatten, steht im Beitrag Der Kauf: warum unser Globetrotter XLi von Güma kam, dort rechnen wir den Rabatt offen vor.

Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.

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