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Stellplätze · Schweden
Småland

Västervik Resort: Campingplatz am Schärengarten

Schweden · Västervik
Der weiße Dethleffs Globetrotter XLi steht mit offener Aufbautür auf einer Wiese unter hohen Laubbäumen, davor ein Campingtisch und ein abgedecktes Fahrrad.
4,0 / 5
Platz ansehen und buchen Führt auf die Seite des Platzes. Wir verdienen daran nichts.
Sauberkeit
Lage
Ausstattung
Platzangebot
Preis-Leistung

Wann wir hier standen

  1. 17. bis 20. August 2026 Zweiter Besuch auf dem Rückweg. Der gebuchte Platz am Meer war zu schräg für die Hubstützen, an der Rezeption durften wir unkompliziert wechseln.
  2. 4. bis 7. August 2026

Das Västervik Resort ist ein großer Campingplatz an der Ostküste Smålands, direkt am Schärengarten vor Västervik. Auf dem Gelände verteilen sich 900 Stellplätze auf sieben Bereiche, dazu gehören ein gut sortierter Supermarkt und moderne Sanitärhäuser. Im Alltag merkt man von der Größe erstaunlich wenig, weil überall viel Raum bleibt.

Wir haben hier zweimal gestanden, vom 4. bis 7. August 2026 auf dem Hinweg und vom 17. bis 20. August auf dem Rückweg, beide Male gemeinsam mit Jan und Nicole. Damit ist das Västervik Resort der einzige Platz unserer Schwedenreise, den wir zweimal angesteuert haben. Die beiden Aufenthalte lagen knapp zwei Wochen auseinander, dazwischen waren wir im Landesinneren unterwegs.

900 Stellplätze und trotzdem viel Raum

Beim ersten Aufenthalt standen wir am Rand unter Bäumen und hatten niemanden direkt neben uns. Es war eine Eckparzelle und dadurch deutlich größer als der Durchschnitt, für Luna mit ihren 8,61 Metern war das komfortabel. Beim zweiten Mal sah es anders aus, die Parzelle war verhältnismäßig klein, und wir haben ein paar Mal hin und her rangiert, bis alles passte. Ausgemessen haben wir sie nicht, geschätzt liegt sie bei etwa zwölf mal fünf bis sechs Metern. Mitte August war das Västervik Resort zudem sehr leer, was den Eindruck von Weite noch verstärkt hat. Weil die Parzellen so unterschiedlich ausfallen, bleiben wir beim Platzangebot bei drei von fünf Sternen.

Sehr saubere Sanitäranlagen und ein Supermarkt

Die Toiletten und Duschen waren bei beiden Besuchen ausgesprochen sauber und modern, das ist auf einem Campingplatz dieser Größe keine Selbstverständlichkeit. Grau- und Schwarzwasser lassen sich ohne Umstände entsorgen. Gewaschen haben wir im Västervik Resort zum ersten Mal auf dieser Reise, getrocknet wurde anschließend auf unserer Wäschespinne neben Luna. Der Supermarkt auf dem Gelände ist gut sortiert, das Nötigste bekommt man dort, ohne in die Stadt zu fahren. Hier haben wir übrigens zum ersten Mal Lunas Schwarzwassertank geleert, nachzulesen im Logbuch unter Zwei defekte Tanksensoren auf einmal. Dass der Zustand bei beiden Besuchen gleich gut war, spricht für die Pflege, ein einmaliger Eindruck kann schließlich täuschen. Ein Zufallstreffer war das also nicht. Fünf Sterne für Sauberkeit und Ausstattung sind hier klar verdient.

Was zweimal drei Nächte gekostet haben

Für den ersten Aufenthalt haben wir 2.175 Kronen bezahlt, für den zweiten 1.265 Kronen. Umgerechnet sind das rund 196 Euro und rund 114 Euro, also etwa 65 Euro und 38 Euro pro Nacht (Stand September 2026). Woran der große Unterschied lag, können wir nicht sagen, gebucht haben wir beide Male drei Nächte. Der Platz ist damit verhältnismäßig teuer, für zwei bis drei Tage hält man das gut aus. Ein Stellplatz direkt am Meer kostet hier keinen Aufpreis, deutlich mehr kosten nur die Plätze mit eigenem Wasseranschluss. Für die Ausstattung und die Lage am Schärengarten geht der höhere Preis für uns in Ordnung.

Der Platz am Meer war zu schräg

Beim zweiten Besuch hatten wir einen Stellplatz direkt am Meer gebucht, und der hat uns Ärger gemacht. Er fiel so stark ab, dass die Hubstützen an ihre Grenze kamen. Auf dem Tablet stand sinngemäß, die maximale Zylinderlänge sei erreicht, und einer der Zylinder konnte nicht weiter ausfahren, obwohl genau das nötig gewesen wäre. Luna stand schief und ließ sich nicht ausrichten. Mehr zur Anlage steht im Ratgeber zu den Hubstützen am Wohnmobil.

An der Rezeption war die Sache in fünf Minuten erledigt. Mitte August ist der Campingplatz sehr leer, wir durften uns einfach einen anderen Platz aussuchen. Auf dem neuen Standplatz stand Luna in der Waage, mit Strom, dafür direkt unter einer Eiche. Die Eicheln fallen aufs Dach und das ist ziemlich laut. Auch das Starlink Mini hat dort zu kämpfen, weil die Krone einen Teil des Himmels verdeckt, alle paar Minuten fällt die Verbindung für rund eine Minute aus. Zum Arbeiten reicht das mit Pausen, für ein Videogespräch taugt es nicht.

Mit dem Rad zehn Minuten nach Västervik

Bis ans Wasser sind es vom Platz aus zwei bis drei Minuten mit dem Rad, zu Fuß eher zehn. In die Stadt Västervik fährt man mit dem Rad gut zehn Minuten, und die Stadt lohnt den Weg. Im Espresso House gibt es sehr guten Kaffee, außerdem haben wir zwei Secondhand-Läden mitgenommen. Die sind in Schweden ausgesprochen zu empfehlen, für wenig Geld bekommt man dort richtig gute Kleidung. Bei Normal, was in etwa dm oder Rossmann entspricht, sind wir ebenfalls fündig geworden.

Bei Jula haben wir dicke Jacken für den Herbst gekauft, die dort günstig waren, dazu kamen Biltema und ein Angelgeschäft. Dort haben wir Würmer geholt, weil wir angeln wollten. Gefischt haben wir mit ihnen nie. Die Würmer lagen zwei Wochen im Kühlschrank und wurden dann an anderer Stelle in die Freiheit entlassen, innerhalb von fünf Minuten waren sie im Boden verschwunden. Zwischendurch haben wir auf einem öffentlichen Platz Tischtennis gespielt und uns im Hafen die Boote angesehen. Herfahren würden wir wieder, allein wegen der Stadt.

Bildergalerie
Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi, im Schnitt 13 bis 16 Wochen im Jahr. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.

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