Strandgården bei Halmstad: Campingplatz an der Westküste

Wann wir hier standen
- 1. bis 4. September 2026 Direkt nach der Ankunft von einer Nacht auf drei verlängert.
Strandgården liegt an der Skarviksvägen 2 in Villshärad bei Halmstad, im Landskap Halland an der schwedischen Westküste. Der Platz Strandgården hat 30 Stellplätze mit Strom und acht Wohnmobilplätze in unterschiedlichen Größen, dazu kommen Hostelzimmer in drei Häusern. Zum Gelände gehören ein Servicegebäude mit Duschen, Toiletten, Küche und Waschraum, ein Restaurant mit Meerblick, ein Café mit Kiosk, ein Beachvolleyballfeld, Grillplätze sowie der Verleih von Fahrrädern und Surfbrettern. Geöffnet ist ganzjährig, der Vollbetrieb läuft allerdings nur vom 13. Juni bis zum 28. Juli. Betrieben wird der Campingplatz Strandgården von der Equmenia-Gemeinde, entsprechend ist das Gelände alkohol- und tabakfrei.
Wir stehen hier seit Dienstag, dem 1. September 2026. Gebucht hatten wir ursprünglich nur eine Nacht, gleich nach der Ankunft haben wir bis zur Abreise am Freitag verlängert.
Platz SX3 liegt 30 Meter vom Wasser
Unser Platz ist die SX3, er grenzt direkt an eine Wiese und bis ans Wasser sind es rund 30 Meter. Die Brandung hört man von hier durchgehend, hier draußen ist die See deutlich rauer als an der Ostsee, wo wir vorher standen. Der Campingplatz Strandgården liegt ganz am Ende der Straße und ist fast vom Wasser umschlossen. Heute Nachmittag hat die Sonne noch geschienen, und wir sind direkt am Strand spazieren gegangen. Für die nächsten drei Tage ist viel Regen angesagt, an unserem Urteil ändert das nichts, weil die Aussicht hier alles schlägt.
Für die Lage vergeben wir fünf von fünf Sternen. Wer den Platz Strandgården in der Hauptsaison will, sollte sehr früh buchen, am besten schon im Frühjahr oder im Winter davor. Ab der SX2 ist es deutlich weniger attraktiv, weil dann ein großes Fahrzeug vor einem steht. Die Plätze SX1 bis SX3 sind für Wohnmobile bis 11 Meter ausgewiesen.
Rasen, der die Hubstützen trägt
Luna steht auf Rasen, und vor dem Wohnmobil ist ebenfalls Rasen. Nichts davon ist ausgetreten oder kaputtgefahren, das Gras ist an jeder Stelle gepflegt. Der Boden ist so fest, dass die Hubstützen ohne Unterlage auskommen, wir haben kein einziges Brett gebraucht. Die Parzellen sind eingezeichnet und ausgesprochen großzügig geschnitten. Vor Luna passen der Campingtisch von Skandika, die Westfield-Stühle und die ausgefahrene Markise bequem hin, und hinter dem Fahrzeug bleiben immer noch drei Meter bis zur nächsten Parzelle. Rangieren war auf der offenen Fläche kein Thema, wir sind einfach hineingefahren und standen. Vor dem Platz liegt eine Rasenfläche mit zwei Toren, mehr Fußballplatz braucht es hier offenbar nicht. Beim Platzangebot sind fünf Sterne deshalb selbstverständlich.
Alte Sanitärräume, dafür sauber
Die Sanitäranlagen sind sichtbar in die Jahre gekommen, an einigen Stellen ist bereits Rost zu sehen. Sauber sind sie trotzdem, und das ist uns wichtiger als neue Fliesen. Bis auf eine einzelne Toilette gibt es hier ausschließlich Räume, in denen Dusche und WC zusammenliegen. Für zwei Personen ist das kein Thema, bei voller Belegung dürfte es sich ziehen. In der Hauptsaison, wenn hier auch Familien und Schulgruppen stehen, dürfte sich das ziehen. Anfang September haben wir die Räume ohnehin für uns allein. Vier von fünf Sternen bei der Sauberkeit sind damit unsere Wertung, für die Fünf fehlt der bauliche Zustand.
Küche, Waschmaschine und alles fußläufig
In der Küche stehen drei Kochstellen und vier Spülplätze bereit, kochen und abwaschen lässt sich hier also ohne Warten. Schwarzwasser und Grauwasser wird man auf dem Gelände los, Grauwasser sogar über eine Bodenöffnung zum Überfahren. Dazu gibt es eine Waschmaschine, Strom am Platz und Frischwasser. Der ganze Campingplatz ist klein genug, dass alles zu Fuß in kurzer Zeit erreichbar ist. Für längere Aufenthalte ohne eigene Küche an Bord ist das eine ordentliche Ausstattung. Wir kochen in Luna und brauchen davon nur Wasser, Strom und die Entsorgung. Bei der Ausstattung vergeben wir vier von fünf Sternen, das Nötige ist vollständig vorhanden.
Anfang September fast allein am Platz
Soweit wir das überblicken, sind wir gerade der einzige Gast. Die Rezeption ist außerhalb der Saison nicht mehr regulär besetzt, morgen ist noch für ein paar Stunden jemand da. Rund um den Platz gibt es wenig, das Restaurant in Laufweite hat für dieses Jahr bereits geschlossen. Für den Supermarkt braucht man das Auto, wir haben uns für die drei Tage vorher eingedeckt und kommen damit aus. In der Hauptsaison sieht das ganz anders aus, dann laufen Restaurant, Café und Kiosk und der Campingplatz Strandgården füllt sich. Die Nacht kostet hier 325 Kronen, umgerechnet rund 29 Euro (Stand September 2026), vom 2. bis 4. September haben wir dafür 650 Kronen bezahlt. Strom, Wasser und alles Weitere sind darin enthalten. Genau diese Ruhe ist für uns der Grund, warum Strandgården auf unserer Reisekarte als Lieblingsplatz steht. Wieder herfahren würden wir sofort, am liebsten bei etwas mehr Sonne.







Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi, im Schnitt 13 bis 16 Wochen im Jahr. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.