KNAUS Campingpark Hamburg in Schnelsen

Wann wir hier standen
- 7. bis 10. September 2026
Der KNAUS Campingpark Hamburg liegt im Stadtteil Schnelsen, Wunderbrunnen 2, rund zehn Kilometer nordwestlich der Innenstadt. Wir stehen hier mit Luna vom 7. bis zum 10. September 2026 und sind aus Hartenholm gekommen. Für die drei Nächte haben wir 170 Euro bezahlt (Stand September 2026). Der Platz gehört zur Knaus-Gruppe, ist ganzjährig geöffnet und mit vier Sternen klassifiziert. Wer einen buchbaren Campingplatz in Hamburg für das Wohnmobil sucht, landet ziemlich schnell hier.
Campingplatz Hamburg an der A7 neben dem IKEA
Die Lage ist der Schwachpunkt dieses Platzes, dafür geben wir zweieinhalb von fünf Sternen. Die A7 verläuft rund hundert Meter neben dem Gelände und ist tagsüber deutlich zu hören, nachts wird das vermutlich noch deutlicher, nach der ersten Nacht können wir dazu noch nichts Belastbares sagen. Über dem Platz hängt außerdem eine Hochspannungsleitung. Die Zufahrt führt über das Gelände des IKEA nebenan und danach durch eine sehr schmale Einfahrt, für empfindliche Felgen ist das nichts. Wir sind beim Ein- und Ausfahren im Schritttempo gefahren und haben genau geschaut, wo die Kante liegt. Ruhig und grün ist es hier ringsum an keiner Stelle, das gehört zur ehrlichen Beschreibung dazu.
Fast alternativlos für Wohnmobile in Hamburg
Wer mit dem Wohnmobil nach Hamburg fahren und vorher buchen möchte, hat wenig Auswahl. Neben dem KNAUS Campingpark Hamburg in Schnelsen gibt es einen zweiten buchbaren Platz mitten in der Stadt, der allerdings nur zwölf Stellplätze hat. Dazu kommt ein Stellplatz mitten in der Stadt, den man nicht vorab reservieren kann. Dort fährt man hin und schaut, was frei ist. Er ist videoüberwacht und zugleich frei zugänglich, ob man das möchte, muss jeder für sich entscheiden. Für uns war die Rechnung damit schnell klar, wir haben gebucht und die Lage in Kauf genommen. Genau dafür ist dieser Wohnmobilstellplatz in Hamburg gut, er ist verlässlich buchbar und liegt am öffentlichen Nahverkehr.
Platz 3 mit freiem Himmel für Starlink
Der Campingplatz liegt fast vollständig unter Bäumen, es gibt nur wenige Lücken nach oben. Für uns ist das ein echtes Kriterium, weil wir den halben Tag aus dem Wohnmobil arbeiten und Starlink dafür freien Himmel braucht. Die Frau an der Rezeption hat uns deshalb einfach losgeschickt, wir sollten selbst über das Gelände gehen und schauen, wo eine Lücke ist. Die Parzelle, die sie uns zuerst gegeben hätte, lag direkt unter einem großen Baum. Wir haben drei Plätze umkreist und auf dem Rückweg gesehen, dass gleich hinter der Schranke am Eingang Platz 3 komplett freien Himmel hat. Der ist für große Wohnmobile ausgewiesen und war frei, wir durften hin. Diese Hilfsbereitschaft war ausgezeichnet, hier hat sich jemand die Mühe gemacht, unser Problem zu verstehen.
Das Platzangebot insgesamt bleibt klein, die Parzellen liegen eng beieinander und die Wege dazwischen sind schmal. Für Luna mit ihren 8,61 Metern hat es trotzdem gepasst, weil wir den großen Platz am Eingang bekommen haben. Wer hier ohne Reservierung ankommt und ein langes Fahrzeug fährt, sollte sich auf Rangieren einstellen. Beim Platzangebot geben wir drei von fünf Sternen, weil die Enge zum Platz gehört und die Ausweichmöglichkeiten begrenzt sind. Mit etwas Glück und einer freundlichen Rezeption lässt sich daraus trotzdem eine gute Parzelle machen.
Sehr saubere Sanitäranlagen und eine eigene Entsorgungsstraße
Bei der Sauberkeit gibt es glatt fünf von fünf Sternen. Die Sanitärbereiche sind sehr sauber, das galt für jede Ecke, in der wir bisher waren. Es gibt viele Duschen und einigermaßen viele Toiletten für die Größe des Platzes. Für die Ver- und Entsorgung hat der KNAUS Campingpark Hamburg eine eigene kurze Straße, über die man mit dem Wohnmobil fährt und dabei Grauwasser ablässt, für Schwarzwasser steht daneben ein recht großes Häuschen. Waschmaschine und Trockner sind vorhanden, dazu ein Aufenthaltsraum mit Fernseher und eine Tischtennisplatte im Innenhof. Ein barrierefreies Bad gehört dazu, ebenso ein Geschirrspüler, den man einmal am Tag ohne Aufpreis nutzen darf. Für einen Campingplatz in Hamburg mit dieser Größe ist das rundum solide, deshalb sind bei der Ausstattung fünf Sterne gesetzt.
170 Euro für drei Nächte in Hamburg
Wir haben 170 Euro für drei Nächte bezahlt, das sind rund 57 Euro pro Nacht (Stand September 2026). Für einen Platz an einer Autobahn und unter einer Hochspannungsleitung finden wir das viel. Unsere Vermutung ist, dass die Nähe zu Hamburg diesen Preis trägt, weil viele Gäste die Stadt vom Wohnmobil aus ansehen wollen und kaum ausweichen können. Sauber und gut ausgestattet ist der Platz, das rechtfertigt einen Teil davon. In Schweden haben wir zuletzt 27 Euro pro Nacht auf Ryda Gård gezahlt und 22,50 Euro in Nyfors (River Lodge), beide Male mit Strom und Entsorgung. Dass ein Wohnmobilstellplatz in Hamburg teurer ist als ein Hof am See, liegt auf der Hand, der Abstand fällt trotzdem groß aus. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben wir deshalb bei zweieinhalb von fünf Sternen, weil die Lage in diese Wertung mit hineingehört.
Anreise ab 14 Uhr, Bus und IKEA nebenan
Einchecken kann man erst ab 14 Uhr, die Rezeption ist an diesem Punkt wenig flexibel. In Schweden hat es über sechs Wochen niemanden gestört, wann wir auf einem Platz aufgetaucht sind. Wir sind wieder in Deutschland, das merkt man an solchen Stellen. Ein Brötchen kostet morgens einen Euro, es gibt einen Mini-Shop, einen Kaffeeautomaten und den Verkauf der Hamburg Card an der Rezeption. Zum IKEA nebenan sind es drei Minuten zu Fuß, wir waren dort schon mittagessen.
Zur Bushaltestelle IKEA Schnelsen sind es rund 400 Meter, von dort geht es weiter in die Stadt. Die nächste U-Bahn-Station ist Niendorf Nord an der U2, sie liegt knapp zwei Kilometer entfernt. Genau das ist der Grund, warum dieser Campingplatz in Hamburg trotz Autobahn, Stromleitung und Preis für uns funktioniert hat. Wir wollten die Stadt sehen und mussten Luna dafür nicht in eine Innenstadt fahren. Wenn wir wieder mit dem Wohnmobil nach Hamburg kommen, buchen wir hier erneut, weil es kaum eine ernsthafte Alternative gibt.


Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi, im Schnitt 13 bis 16 Wochen im Jahr. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.