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Drei Achsen zwei Laptops ein Wohnmobil

Der Kauf: warum unser Globetrotter XLi von Güma kam

Logbuch · 18. Juli 2026 zuletzt ergänzt am 16. August 2026
Wohnmobil Luna von der Seite

Im ersten Eintrag sind wir beim Dethleffs Globetrotter XLi hängengeblieben, und zwar bei einem Händler, bei dem wir eigentlich nur schauen wollten. Gekauft haben wir ihn am Ende woanders, mit 47.319 Euro Nachlass auf den Listenpreis. Wie es dazu kam, ist eine ziemlich normale Geschichte, die vermutlich viele so kennen.

Luna stand abends auf Autoscout

Wir haben auf dem Sofa gesessen und auf Autoscout gestöbert, einfach um zu sehen, was ein XLi kostet und was überhaupt am Markt ist. Dabei sind wir über einen Händler gestolpert, den wir vorher gar nicht auf dem Schirm hatten, Güma in Mannheim, damals mit einem anderen Wohnmobil im Angebot. Also sind wir auf die Güma-Seite, haben nach Globetrotter gefiltert, und da stand er.

Silber mit Rallystreifen statt dem üblichen Weiß. Ehrlich gesagt war das der Moment, in dem die Vernunft schon ein Stück weit verloren hatte, denn das Fahrzeug sah einfach gut aus. Wer nach einem gebrauchten oder länger stehenden Wohnmobil sucht, sollte genau so vorgehen, erst die Portale nach dem Modell durchsuchen, dann direkt auf die Seiten der Händler, die dort auftauchen.

Zwei Jahre Standzeit bedeuteten 47.319 Euro Nachlass

Der Wagen hatte zwei Jahre beim Händler gestanden. Eine so lange Standzeit tut einem Fahrzeug nicht gut, für den Preis war sie allerdings ein Geschenk. Auf dem Preisschild stand ein Listenpreis von 205.219 Euro, mit dem Nachlass ging es herunter auf 157.900 Euro. Der Nachlass allein entspricht ungefähr dem Preis eines gebrauchten Kastenwagens, und ja, wir haben zweimal hingeschaut.

Der Preis ist der Grund, warum wir überhaupt in dieser Fahrzeugklasse gelandet sind. Zum Neupreis wäre ein Globetrotter XLi für uns nie in Frage gekommen. Wer bereit ist, ein Standfahrzeug zu nehmen und die Erstzulassung frisch machen zu lassen, findet in diesem Bereich die größten Preissprünge. Genau dort lag unsere Chance, und wir haben sie genommen.

Bei Güma war die Gesamtrechnung günstiger

Bei Freistaat, wo wir angefangen hatten, ist es aus nüchternen Gründen nicht geworden. Das Fahrzeug dort war teurer, die Bank, über die dort finanziert worden wäre, hatte höhere Zinsen. Die Hubstützen, die wir ohnehin wollten, hätten dort gut 3.000 Euro mehr gekostet als bei Güma. Dazu kam bei Güma eine dreijährige Anschlussgarantie über die finanzierende Bank.

Unterm Strich war das für uns die rundere Sache. Beim Vergleich zählt am Ende die gesamte Rechnung, also Fahrzeugpreis, Finanzierung und Zubehör zusammen. Bei uns lagen zwischen beiden Angeboten deutlich mehr als die 3.000 Euro bei den Hubstützen. Wer nur auf den Fahrzeugpreis schaut, rechnet sich das falsche Angebot schön.

Die Ausstattung und was wir nachgerüstet haben

Die Ausstattung war einer der Gründe für dieses Fahrzeug. Die wichtigsten Punkte:

  • Dual-Battery mit 336 Ah Lithium von Victron, damit wir länger ohne Landstrom stehen können
  • Dachklimaanlage
  • Zerhacker-Keramiktoilette

Beim Preis auf dem Schild ist es dann allerdings nicht geblieben. Die Hubstützen haben noch einmal rund 7.000 Euro gekostet, dazu haben wir einen Wasserfilter und einen City-Wasseranschluss einbauen lassen. Ganz am Ende gab es noch einmal etwas Nachlass, wie viel genau, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr.

Mit der Auflastung auf 5.400 Kilo fällt Luna in die Klasse über 3,5 Tonnen, und was das für Führerschein, Steuer und Tempolimits heißt, steht im Ratgeber Wohnmobil über 3,5 Tonnen. Wie sich der Wagen im Alltag schlägt, steht inzwischen im Zwischenfazit nach 5.000 Kilometern. Das große Batteriepaket ist im Nachhinein die Anschaffung, die uns am meisten gebracht hat, denn es ist die Voraussetzung dafür, dass wir mehrere Tage ohne Landstrom stehen und dabei arbeiten können. Wie das in der Praxis aussieht, steht im Beitrag Starlink im Wohnmobil.

Dann kam der Tag der Übergabe. Wie der lief und warum Luna keine zwanzig Kilometer später zum ersten Mal gezickt hat, steht im nächsten Eintrag.

Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.

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