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Drei Achsen zwei Laptops ein Wohnmobil

Zurück aus der Werkstatt: Schmutz, ein loser Blinker und die fehlende Sicherung

Logbuch · 23. Juli 2026 zuletzt ergänzt am 16. August 2026
Geöffneter Sicherungskasten mit einer Reihe beschrifteter Flachsicherungen, unter anderem für Heizung, Steckdosen, Hubbett, TV und Pumpe.

Bevor Luna zum ersten Mal in den Urlaub durfte, musste sie noch einmal in die Werkstatt. Zurückgekommen ist sie ungereinigt, mit einem losen Blinker und ohne die Sicherung für beide Fernseher. Dieser Beitrag erzählt, wie eine Abholung aussieht, die man sich anders vorstellt, und was wir daraus für die Fehlersuche im Wohnmobil gelernt haben.

Zwei falsch kodierte Lichtmodule mussten ins Werk

An der Beleuchtung stimmte etwas nicht, deshalb ging Luna noch einmal ins Dethleffs-Werk nach Isny. Zwei Lichtmodule waren defekt, weil sie falsch kodiert worden waren, und mussten ersetzt werden. Dazu kam ein Ersatzteil am Kühlschrank. Viel mehr haben wir darüber nicht erfahren, so genau wollte man es uns nicht erklären.

Das ist eine Erfahrung, die vermutlich viele mit einem neuen Wohnmobil machen. Der Weg zwischen Hersteller, Händler und Kunde ist lang, und am Ende steht eine Reparaturzeile, die keine Fragen beantwortet. Wir haben uns vorgenommen, beim nächsten Mal auf einer verständlichen Erklärung zu bestehen, bevor das Fahrzeug den Hof verlässt.

Die Abholung wurde zweimal verschoben

Am Montag, dem 20. Juli 2026, brachte ein Spediteur Luna per LKW von Isny zurück nach Mannheim zum Händler GüMA, dort sollten wir sie abholen. Von diesem Moment an wurde die Sache unübersichtlich. Alle waren freundlich und erkennbar bemüht, das will ich ausdrücklich vorwegschicken, und ich hatte zu Beginn deutlich Druck gemacht, was sicher geholfen hat.

Am Montag hieß es, wir könnten Luna auf jeden Fall am Mittwoch abholen, am Dienstag werde man noch einmal nach ihr sehen. Daraufhin schrieb ich am Dienstag eine E-Mail und kündigte an, dass wir am Mittwoch kämen. Die Antwort kam prompt, besser sei doch der Donnerstag. Inzwischen hatte ich für den Mittwoch bereits alles organisiert, die Fahrt und die Zeit dafür.

Die Mitarbeiterin, die den Vorgang koordiniert hatte, war ab dem Moment ihrer Donnerstags-Zusage im Feierabend und am Mittwoch nicht erreichbar. Also musste ich mir die Abholung selbst zusammensuchen, über die Zentrale und über die Werkstatt. Das hat am Ende geklappt, gekostet hat es einen halben Vormittag am Telefon.

Ungereinigt und mit losem Blinker abgeholt

Als wir am Mittwoch in Mannheim ankamen, war von der angekündigten Reinigung nichts zu sehen. Zugesagt war, Luna werde noch einmal komplett gereinigt, innen und außen, und bis Mittwoch fertig sein. Geschehen war nichts, sie war verschmutzt.

Der rechte Blinker hatte sich außen gelöst und hing nach unten, immerhin wurde er sofort wieder befestigt. Zu übersehen war er eigentlich nicht, denn er sitzt direkt neben der Tür, und der Mechaniker war durch genau diese Tür ein und aus gegangen. Er hatte, wie er uns sagte, Dusche und Toilette eigens ausprobiert, und beides funktionierte tatsächlich. Nur der Blinker unmittelbar daneben war ihm entgangen.

Beide Fernseher tot, es fehlte die Sicherung

Damit fuhren wir nach Hause. Am Donnerstag begannen wir einzuräumen, ein Freund half uns dabei. Irgendwann kamen wir auf den Fernseher zu sprechen. Ich wollte ihn einschalten, doch er blieb ohne Funktion, kein Strom auf zwölf Volt. Also probierte ich den zweiten Fernseher im Schlafzimmer, auch der blieb tot.

Daraufhin prüften wir die Sicherung, und das Ergebnis war überraschend. Es steckte überhaupt keine TV-Sicherung im Kasten, sie fehlte vollständig. Wie das passieren konnte, wissen wir bis heute nicht, irgendwo auf dem Weg muss sie verloren gegangen sein. Beide Fernseher waren also in Ordnung, es fehlte lediglich ein Bauteil für wenige Cent.

Das ist die praktische Lehre dieses Tages, und sie hat uns später noch einmal geholfen. Bleibt ein Gerät im Wohnmobil vollständig ohne Funktion, lohnt zuerst die Sicherung, bevor man das Gerät für defekt hält. Wie sehr dieser Satz stimmt, haben wir dann am ersten Abend der Reise gemerkt, als die Toilette ausfiel und ebenfalls nur eine Sicherung dahintersteckte.

Die Endkontrolle hätte alle drei Punkte gefunden

Am Ende bleibt die Frage nach der Endkontrolle. Ein gelöster Blinker direkt neben der Tür, ein verschmutztes Fahrzeug trotz zugesagter Reinigung und eine fehlende Sicherung, das alles hätte bei einer sorgfältigen Abschlusskontrolle auffallen müssen. Unterm Strich bleibt ein zwiespältiges Gefühl. Auf der einen Seite standen viel Bemühen und Freundlichkeit, auf der anderen mehrere Dinge, die schlicht übersehen wurden.

Für uns heißt das inzwischen, dass wir das Fahrzeug bei jeder Abholung selbst einmal komplett durchgehen, bevor wir vom Hof fahren. Das hat mit Misstrauen wenig zu tun, es spart am Ende einfach Wege. Luna steht wieder bei uns, und beim Einräumen ging es gleich weiter. Bei der Stromversorgung gab es noch ein Problem, und kurz vor dem Urlaub kam eine Hubstütze dazu, die nicht mehr ausfuhr. Davon erzähle ich im Beitrag Eine Woche vor dem Urlaub.

Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.

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