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Drei Achsen zwei Laptops ein Wohnmobil

Wohnmobil-Kurzurlaub im Oktober: mit Luna an den Samerberg

Reisen · 15. Oktober 2026
Weide mit Rindern am Samerberg, dahinter grüne Wiesen, Wald und Berge unter blauem Himmel mit Wolken

Am Montag, dem 12. Oktober 2026, sind Maria und ich am Vormittag mit Luna losgefahren, diesmal nur für ein paar Tage. Ziel war der Samerberg im Landkreis Rosenheim, 274 Kilometer von zu Hause entfernt. Bleiben wollen wir bis Donnerstag. Nach den sechs Wochen Schweden im Sommer ist das unser erster Wohnmobil-Kurzurlaub. Diesen Reisebericht schreiben wir unterwegs weiter, bis wir wieder zu Hause sind.

Kalter Start bei 2 Grad, Batterie leer

Vor der Abfahrt haben wir Luna komplett beladen, mit allem, was wir nach den Sommerferien ausgeräumt hatten. Dazu gehörten unsere Wäsche und die Bettwäsche, außerdem haben wir den Kühlschrank aufgefüllt. In der Nacht davor hatte es nur 2 Grad, entsprechend kalt war es morgens im Wohnraum. Draußen hing dichter Nebel, es war grau, kalt und ungemütlich. Die Aufbaubatterien standen nach einem Monat Standzeit auf 0 Prozent. Den genauen Grund kennen wir bis heute nicht, uns wurde nur erklärt, dass sich das Wohnmobil nie ganz abschaltet. Im Stand verlieren wir zwischen 4 und 7 Prozent pro Tag, damit ist die Batterie nach zwei bis dreieinhalb Wochen leer.

Unser Dethleffs Globetrotter XLi Luna in Seitenansicht auf einem gepflasterten Hof, ringsum dichter grauer Nebel
Abfahrt am Morgen des 12. Oktober 2026, kurz nach neun Uhr.

Ich habe deshalb den Motor eine Weile laufen lassen, damit die Batterien etwas Ladung bekommen, und gleich den Wärmetauscher eingeschaltet. Er verbindet den Kühlkreislauf des Ducato-Motors mit dem Heizkreislauf unserer Alde-Heizung. Wir schalten ihn über einen eigenen Schalter von Hand ein und auch wieder aus, danach hört man eine Pumpe arbeiten. Läuft der Motor, bringt seine Abwärme den Wohnraum auf Temperatur. Laut Alde funktioniert das auch in die andere Richtung, nach einer frostigen Nacht mit laufender Heizung wärmt das warme Heizwasser dann den Motor vor. Dazu kam kurz die Gasheizung, damit sich das ganze Wohnmobil aufheizt. Für uns war es das erste Mal, dass wir Luna aus der Kälte aufheizen mussten, und es wurde relativ schnell warm.

274 Kilometer mit Stau und enger Kurve

Bei Regensburg sind wir in einen Stau geraten und mussten lange im Stop-and-go fahren. Zweimal ließ sich der Motor danach nicht mehr starten, nachdem ihn die Start-Stopp-Automatik abgeschaltet hatte, beide Male mit einer Meldung zur Temperatur der Kühlflüssigkeit. Nach einem Neustart über die Neutral- oder Parkstellung lief er jeweils wieder. Nachdem ich Start-Stopp ausgeschaltet hatte, war Ruhe. Den Rest der Strecke sind wir ohne Zwischenfall gefahren. Am frühen Nachmittag standen wir vor dem Hof.

Unser Dethleffs Globetrotter XLi Luna auf dem Weyererhof am Samerberg, hinter einem Holzzaun, im Hintergrund bewaldete Hänge

Bei der Einfahrt auf das Grundstück liegt eine kleine Senke, dort hat Luna hinten mit dem Rahmen ganz leicht aufgesetzt. Danach war nichts zu sehen und geschliffen hat auch nichts. Hinter der Einfahrt kommt eine fast rechtwinklige Kurve zu den Stellplätzen. Ich hatte Sorge, dass wir dort nicht herumkommen oder hinter der Kurve wieder aufsetzen, und habe deshalb den Besitzer geholt. Er war sehr freundlich und wir haben uns eine Weile unterhalten, danach hat er mich um die Kurve gelotst. Wie der Stellplatz auf dem Weyererhof aussieht und was er bietet, steht in einem eigenen Beitrag.

Als ich danach wieder starten wollte, kamen nacheinander fünf Fehlermeldungen ins Display und Luna sprang nicht mehr an. Ein anderer Camper, der gerade mit seiner Familie angekommen war, hat mit uns die Starterbatterie freigelegt und an den Kabeln gewackelt, danach lief der Motor wieder. Der Besitzer kam mit Werkzeug und hat mit mir alle Verbindungen nachgezogen. Seitdem ist Ruhe. Was dahintersteckt und was wir bisher herausgefunden haben, steht im Beitrag Fiat Ducato springt nicht an.

Collage aus fünf Fotos vom Display im Fiat Ducato unseres Dethleffs Globetrotter XLi mit den Meldungen Kraftstoffsperre nicht verfügbar, Max. Motorölstand überschritten, Motorölstand kontrollieren lassen, Speed Limiter nicht verfügbar und Servolenkung kontrollieren lassen
In dieser Reihenfolge kamen die Meldungen: Max. Motorölstand überschritten, Motorölstand kontrollieren lassen, Speed Limiter nicht verfügbar, Kraftstoffsperre nicht verfügbar und Servolenkung kontrollieren lassen.

Herbstsonne am Tag, abends Heizung auf 2 kW

Das Wetter am Samerberg war herrliches Herbstwetter, in der Sonne war es richtig warm. Sobald die Sonne weg war, wurde es sehr schnell kühl. Ob es in der Nacht frieren würde, wussten wir nicht. Am Abend lief die Alde-Heizung am Landstrom elektrisch auf 2 kW, die Wärme kam an den Seiten und von unten aus dem Boden. Drinnen war es angenehm warm.

Eine Sache wundert uns. Die 11-Kilo-Gasflasche aus den Sommerferien ist immer noch nicht leer. Mit ihr haben wir im Sommer mehrfach mit dem Weber-Grill gegrillt und mehrere Nächte über Gas geheizt. Außerdem läuft der Kühlschrank während der Fahrt über Gas, auch auf der ganzen Strecke zum Samerberg. Trotzdem hält die Flasche weiter durch.

Abendsonne über den Bergen am Samerberg, im Vordergrund eine Wiese mit einem großen Stein

14 Grad in der Nacht, danach der Platz mit Aussicht

Die zweite Nacht war kühler, als uns lieb war. Die Alde-Heizung lief nur elektrisch mit 1 kW, Gas hatten wir nicht dazugeschaltet. In der Nacht fiel die Temperatur im Wohnmobil auf 14 Grad, es war ein bisschen kalt. Für uns heißt das, dass 1 kW allein in so einer Nacht nicht reicht. Was wir daraus gelernt haben, steht in unserem Ratgeber zur Alde-Heizung im Wohnmobil.

Am Vormittag sind wir wie geplant auf dem Hof umgezogen. Auf dem anderen Stellplatz waren Gäste abgereist. Der Platz liegt auf einer betonierten Fläche am Rand der Wiese mit freiem Blick auf die Berge. Darauf hatten wir uns gefreut.

  • Unser Globetrotter XLi Luna auf einem betonierten Stellplatz am Weyererhof, dahinter Weide, Zaun und Berge unter blauem Himmel
  • Luna auf dem neuen Stellplatz unterhalb des Bauernhauses mit Holzbalkon, davor eine Wiese mit Zaun

Weil das Wetter herrlich war, sind wir gegen Mittag ein paar Kilometer spazieren gegangen. Der Weg führte über Wiesen und an Waldrändern entlang, vorbei an einem kleinen Teich und an einer Weide mit Schafen. Über allem standen die Felswände der Berge rund um den Samerberg.

  • Weite Wiese am Samerberg unter blauem Himmel, am Horizont Waldstück und Bergkette
  • Grüne Wiese vor bewaldetem Hang und Berggipfel unter einem Himmel voller Schäfchenwolken
  • Helle Felswand an einem bewaldeten Berghang über herbstlich gefärbtem Mischwald
  • Weide mit Holzzaun, Herbstlaub im Gras und einem kleinen Teich mit Schilf und Steg, dahinter Wald und Berge
  • Vier braune Schafe grasen unter einem Baum auf einer Weide

Regen am Vormittag, ein ruhiger Tag auf dem Hof

Am Mittwoch hat es den ganzen Vormittag kräftig geregnet. Wir haben es uns drinnen gemütlich gemacht und viel gearbeitet. Nach dem Regen hingen die Wolken tief in den Bergen, schön sah es trotzdem aus.

  • Blick aus dem Seitenfenster des Wohnmobils auf nasse Wiesen, Bäume und bewaldete Hänge unter tiefen Wolken
  • Tief hängende Wolken und Nebelschwaden zwischen den Bergen am Samerberg
  • Grüne Wiesen und Bauernhöfe am Fuß eines bewaldeten Hangs, dessen Gipfel in den Wolken liegt

Am Nachmittag wurde das Wetter besser. Wir haben die Ziegen und eine Kuh gestreichelt und den Enten zugeschaut, die uns jedes Mal angeschnattert haben, wenn wir an ihnen vorbeigegangen sind. Der Hahn hat den ganzen Tag seine zwei Hühner, die ihm hinterherlaufen, von einer Ecke des Hofs in die andere gescheucht. Bei Sonne kommen Hunderte Fliegen dazu, die natürlich auch ins Wohnmobil wollen, mehr dazu im Beitrag zum Stellplatz auf dem Weyererhof. Uns hat das für einen schönen Tag vollkommen gereicht.

  • Weiß-braunes Kalb mit gelben Ohrmarken im Stroh im Stall des Weyererhofs
  • Liegendes weiß-braunes Kalb mit gelben Ohrmarken im Stroh auf dem Weyererhof
  • Braune Ziege mit gestreiften Hörnern schaut im Stall des Weyererhofs um einen Holzpfosten
  • Fünf Stockenten sitzen und stehen auf der Wiese des Weyererhofs
  • Großer weißer Hahn mit schwarzen Schwanzfedern und rotem Kamm vor einem Holzzaun auf dem Weyererhof
  • Hühner auf dem Schotter neben der silbernen Frontschürze unseres Wohnmobils

Viereinhalb Stunden Rückfahrt, letzte Nacht am Steinberger See

Am Donnerstag haben wir den Weyererhof verlassen. In den kommenden Wochen bis zur nächsten Reise soll es frieren, und ich hatte Sorge, dass im Grauwassertank sonst etwas kaputtgeht. Wir haben deshalb noch eine Nacht auf dem Wohnmobilstellplatz am Steinberger See angehängt, dort können wir morgen früh Grau- und Schwarzwasser entsorgen. Sonst wären wir wahrscheinlich noch am selben Tag nach Hause gefahren. So hatten wir noch einen Abschluss, und das ist eigentlich auch ganz schön.

Für die Fahrt vom Weyererhof bis an den Steinberger See haben wir viereinhalb Stunden gebraucht, weil unglaublich viel Verkehr war. Unterwegs ist die Frontscheibe beschlagen, es sah aus wie Dampf, der aus dem Motorraum kam. Offenbar hing das mit der Klimaanlage zusammen, denn nachdem ich sie ausgeschaltet hatte, war es weg. Die Fehlermeldungen von der Hinfahrt und vom Hof sind auf der ganzen Rückfahrt nicht mehr aufgetaucht. Das Nachziehen der Batterieverbindungen hat also offenbar etwas gebracht.

Auf dem Stellplatz stehen wir auf Platz 18, ungefähr 40 Meter vom See entfernt, und sehen von hier die große Holzkugel am Ufer. Am Abend hatten wir einen richtig schönen Sonnenuntergang. Am Freitag geht es dann nach Hause.

Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi, im Schnitt 13 bis 16 Wochen im Jahr. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.

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