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Grillen

Gasgrill fürs Wohnmobil: Weber Traveler Compact

Läuft mit 30 Millibar direkt an der Gassteckdose von Luna.
4,0 / 5
Gesamtnote aus den vier Kriterien
Der aufgebaute Gasgrill steht neben dem Wohnmobil, ein orangefarbener Gasschlauch führt zur Außensteckdose.
Preis/Leistung
Qualität
Handling
Gewicht

Den Weber Traveler Compact haben wir bewusst bei Obelink in den Niederlanden gekauft, und zwar wegen des Gasdrucks. In Deutschland wird der Traveler für 50 Millibar ausgeliefert, in den Niederlanden für 30 Millibar. Die beiden Ausführungen unterscheiden sich in den Düsen, die Leistung bleibt gleich. Unser Globetrotter liefert an der Gassteckdose außen 30 Millibar, damit passt die niederländische Fassung ohne jeden Umbau.

Der Gasdruck hat über den Kauf entschieden

Ein Sicherheitshinweis dazu, weil das gern unterschätzt wird. Ein Gerät für 30 Millibar gehört nicht an einen Regler mit 50 Millibar und umgekehrt. Wer den Grill in Deutschland kauft und ans Wohnmobil hängen will, braucht die passende Ausführung oder einen Umbau vom Fachbetrieb. Bei einem Gasgrill entscheidet der Druck darüber, ob er überhaupt sauber brennt. Dieser Punkt war uns vor der Bestellung wichtiger als die Frage nach dem Händler, deshalb ging der Kauf über die Grenze. Der Aufpreis für den Versand fällt gegenüber einem nachträglichen Düsentausch nicht ins Gewicht.

Der Anschluss an die Gassteckdose von Luna

Für den Anschluss haben wir am Weber das Ventil für die Gaskartuschen abgeschraubt und einen passenden Schlauch bestellt, einen GOK-Gasschlauch für die Außensteckdose am Wohnmobil. Wir haben dafür 35 Euro bezahlt, er ist drei Meter lang und hat auf der einen Seite den Stecker für die Außendose und auf der anderen den Anschluss für den Weber. Drei Meter klingen wenig, reichen vor dem Wohnmobil aber bequem, um den Grill zu stellen, wie man ihn braucht. Bestellt haben wir bei gartenaroma.de. Der Shop wirkte beim ersten Besuch ungewohnt auf uns, geliefert wurde dann ohne jedes Problem.

Der Kartuschenadapter bleibt dabei am Grill verbaut. Wir könnten also jederzeit auf eine Gaskartusche wechseln, dafür muss nur der andere Schlauch wieder angeschlossen werden. Diese Rückfalloption ist uns wichtig, falls wir den Grill einmal ohne Wohnmobil mitnehmen. Wer nur an der Kartusche grillt, braucht den ganzen Umbau ohnehin nicht.

In sieben Minuten auf 200 Grad

Der Aufbau dauert rund zwei Minuten, inklusive Schlauch anschließen und Deckel öffnen. Bis der Grill seine 200 Grad erreicht, vergehen weitere drei bis fünf Minuten. Damit ist der Gasgrill schneller einsatzbereit, als der Blick auf die 17 Kilogramm vermuten lässt. Der Mechanismus zum Absenken wirkt anfangs undurchsichtig, sobald man ihn einmal begriffen hat, geht das Auf- und Zusammenklappen sehr leicht. Am Anfang war der Hebel dabei schwergängig, inzwischen läuft er wie er soll. Verstaut wird der Grill bei uns in Lunas Heckgarage, auf dem Boden verzurrt.

Gusseisenrost und Reinigung mit Alufolie

Gegrillt haben wir bisher Würstchen, Hähnchenfleisch und Maiskolben, außerdem gab es Rührei darauf. Wir kochen immer für drei Personen, und dafür ist die Fläche von 1.548 Quadratzentimetern deutlich mehr als nötig. Der Rost aus Gusseisen gefällt uns an diesem Gasgrill besonders gut, Edelstahl hätte uns hier weniger überzeugt. Er speichert die Hitze spürbar besser und zeichnet ein sauberes Grillmuster. Für vier bis sechs Personen wäre die Fläche ebenfalls ausreichend.

Wasser ist im Wohnmobil begrenzt, deshalb halten wir die Reinigung bewusst einfach. Innen kleiden wir die Stelle, an der Fett herunterläuft, mit etwas Alufolie aus. Liegt Hähnchen auf dem Rost, kommt ebenfalls Alufolie darunter, in die wir ein paar Löcher stechen. Damit bleibt der gröbste Schmutz vom Gerät weg, und hinterher genügt wenig Wasser. Ohne diesen Kniff wäre der Aufwand am Stellplatz deutlich größer.

17 Kilo sind viel, dafür steht er stabil

Weber gibt das Gewicht mit 17 Kilogramm an, die Leistung mit 3,2 Kilowatt und die Grillfläche mit 1.548 Quadratzentimetern. Schwer ist er damit, das gehört bei dieser Stabilität aber dazu, und im Wohnmobil steht er ohnehin verzurrt am Boden. Bezahlt haben wir bei Obelink 349 Euro. Der Preis ist wirklich hoch, dafür haben wir ein Gerät, mit dem wir rundum zufrieden sind. Was er heute kostet, steht beim Händler, die Preise ändern sich laufend. Wer einen Gasgrill fürs Wohnmobil sucht, der an der Gassteckdose läuft, sollte vor allem auf die 30 Millibar achten.

Zum Angebot

Führt zu Obelink, wo wir den Grill gekauft haben. Wir verdienen daran nichts.

Bildergalerie
Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.

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