Kaffeemaschine fürs Wohnmobil: Qbo ONE von Tchibo

Knapp 40 Euro haben wir für diese Kaffeemaschine fürs Wohnmobil bezahlt, die seit drei Wochen jeden Morgen läuft. Die Qbo ONE von Tchibo war eine Entscheidung gegen Pads und gegen Alukapseln, und beides hat mit dem Leben im Fahrzeug zu tun. Nach der ersten längeren Reise können wir sagen, warum sie für uns die richtige Wahl war und wo ihre Grenzen liegen.
Kapseln ziehen keine Feuchtigkeit, Pads schon
Das war für uns das ausschlaggebende Argument. Ein Wohnmobil steht zwischen zwei Reisen wochenlang, und in dieser Zeit zieht alles Feuchtigkeit, was offen liegt. Senseo-Pads werden darin pappig und schmecken danach entsprechend. Die Würfelkapseln von Qbo sind einzeln verschlossen, sie können deshalb einfach im Schrank bleiben, ohne dass jemand sie luftdicht verpackt. Nach der Rückkehr steht der Kaffee sofort wieder bereit, ohne Einkauf und ohne Aussortieren. Die Kapseln bleiben einfach drin, auch wenn das Fahrzeug wochenlang steht. Genau diese Kleinigkeit erspart vor jeder Abfahrt einen Punkt auf der Liste.
Dazu kommt das Material. Die Kapseln bestehen aus recyceltem Kunststoff und enthalten kein Aluminium. Für uns war das ein Punkt, den wir gegen unsere alten Espressokapseln abgewogen haben, und er hat mitentschieden.
Zwei Packungen passen hintereinander in den Oberschrank
Die Verpackungen sind quaderförmig und aus Pappe, und dieses Format passt zufällig perfekt in unseren Globetrotter XLi. Genau zwei Schachteln stehen hintereinander im Oberschrank, ohne Lücke und ohne dass etwas kippt. Für sechs Wochen Reise nehmen wir sechs davon mit, damit kommen wir aus. Wer schon einmal versucht hat, einen 500-Gramm-Beutel Kaffee sinnvoll in einem Wohnmobilschrank unterzubringen, weiß, warum wir das erwähnen. Sechs Schachteln reichen für sechs Wochen, damit ist die Vorratsfrage für eine ganze Reise erledigt.
Die Maschine selbst ist mit 10,5 Zentimetern Breite schmal genug für den Platz hinter unserem Spülbecken. Eine eigene Stellfläche für eine Kaffeemaschine sieht der Grundriss nicht vor, was wir dem Fahrzeug ankreiden und nicht der Maschine.
Sie hält mit Magnetpads auf der Arbeitsplatte
Damit die Maschine während der Fahrt nicht wandert, kleben unter ihrem Boden Magnetpads von silwy, auf der Arbeitsplatte sitzen die passenden weißen Gegenstücke. Das ist dasselbe System, mit dem in Luna auch das Magnetgeschirr an Ort und Stelle bleibt. Die Verbindung hält die Maschine sicher, und zum Reinigen lässt sie sich trotzdem mit einer Hand abnehmen.
Beim Strom zieht die Kapselmaschine in der Spitze knapp 1.400 Watt und läuft bei uns über den Wechselrichter ohne Murren. Wer mit kleineren Anlagen unterwegs ist, sollte diesen Wert im Blick behalten, denn beim Aufheizen liegt er für kurze Zeit an. Der Standby-Verbrauch ist mit 0,4 Watt zu vernachlässigen.
Ohne Kapsel kommt heißes Wasser heraus
Diese Funktion nutzen wir öfter, als wir gedacht hätten. Wer löslichen Kaffee mag, weil er kräftiger ist, legt einfach keine Kapsel ein, schließt den Deckel und drückt auf die große Tasse. Heraus kommt heißes Wasser, sauber in die Tasse und nicht daneben. Bei unserer früheren Nespresso hat genau das nie richtig funktioniert, dort lief regelmäßig etwas am Rand vorbei. Damit ersetzt die Maschine im Wohnmobil nebenbei den Wasserkocher, und das spart Platz.
Beim Kaffee selbst haben wir uns durchprobiert. Am besten schmeckt uns der Caffè Grande Kirinyaga Baya in der blauen Packung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Kapseln geht in Ordnung, und für den täglichen Kaffee an Bord reicht die Qualität deutlich aus.
Nach sechs Kaffees muss der Behälter geleert werden
Der Auffangbehälter fasst sechs bis sieben gebrauchte Kapseln, danach ist er voll. Bei zwei Personen mit je zwei Tassen heißt das, dass er alle eineinhalb Tage geleert wird. Das ist der einzige Punkt, an dem die Maschine im Alltag Aufmerksamkeit verlangt.
Die Reinigung selbst ist unkompliziert. Alle Teile lassen sich herausnehmen, abspülen und wieder einsetzen, mehr Aufwand entsteht nicht. Praktisch ist außerdem, dass die Maschine kaum Hochglanzflächen hat, an denen jeder Fingerabdruck klebt. In einem Fahrzeug, in dem jeden Tag gekocht und gewischt wird, ist das mehr wert als ein edler Auftritt. Der Wassertank fasst 0,7 Liter und wird bei uns ohnehin täglich neu gefüllt. Mehr Pflege braucht die Kaffeemaschine nicht.
Unser Fazit nach drei Wochen Dauerbetrieb
Für dieses Geld bekommt man eine Maschine, die im Wohnmobil genau das tut, was sie soll. Sie ist schmal, sie ist unempfindlich, ihre Kapseln überstehen Standzeiten, und sie liefert auf Wunsch heißes Wasser ohne Umweg. Teurere Modelle bringen größere Wassertanks und mehr Ausstattung mit, brauchen dafür aber auch mehr Platz, den es an Bord nicht gibt. Für eine Kapselmaschine im Wohnmobil zählt am Ende die Stellfläche mehr als die Ausstattungsliste.
Wir würden sie wieder kaufen. Wer eine Kaffeemaschine fürs Wohnmobil oder fürs Camping sucht und weder Platz noch Lust auf Vorratshaltung hat, findet hier für kleines Geld eine Lösung, die den Alltag spürbar einfacher macht.
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Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.