Vier Tage vor der Abfahrt kam der Anruf, der das Problem in zwei Minuten erledigte. Wer Hubstützen am Wohnmobil hat und plötzlich vor einer stehenden Stütze steht, findet hier den Weg, der bei uns funktioniert hat. Am Montag, dem 27. Juli, meldete sich die Firma Städler, die unsere Hubstützen eingebaut hat. Die Einschätzung am Telefon war beruhigend, sehr wahrscheinlich stecke gar kein echter Defekt dahinter, ich solle die Hubstützen einfach einmal zurücksetzen. Wie es überhaupt so weit kam, steht im Beitrag Eine Woche vor dem Urlaub, eine defekte Hubstütze und keine Rückmeldung.
E&P-Hubstützen am Wohnmobil zurücksetzen
In Luna stecken Hubstützen von E&P in der Pro-Variante mit Display. Der Reset ist tatsächlich so einfach, wie er am Telefon klang, und er dauert keine fünf Minuten. Wer dasselbe System im Wohnmobil hat, kann das im Zweifel selbst probieren, bevor er einen Werkstatttermin sucht.
- Nimm das Display ab. Dahinter liegen zwei Tasten, mit denen sich die Stützen von Hand hoch- und herunterfahren lassen.
- Halte die Taste zum Hochfahren länger als acht Sekunden gedrückt. Danach setzt sich das gesamte System einmal zurück.
- Setze das Display wieder ein und schalte es an. Die Stützen sind kurz nicht bereit, nach ein bis zwei Minuten arbeiten sie wieder.
Genau das habe ich gemacht, und danach fuhren die Hubstützen wieder wie vorgesehen. Der Reset räumt die Steuerung auf und behebt damit alles, was sich softwareseitig verhakt hat. Bei einem mechanischen Defekt hilft er nicht weiter, dann führt der Weg zur Einbaufirma. Der Versuch kostet allerdings nichts und sollte deshalb immer am Anfang stehen.
Gewicht geprüft, 4.850 von 5.400 Kilo
Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich das Gewicht geprüft. Beim Beladen für sechs Wochen steht Luna an diesem Tag bei 4.850 Kilogramm, zulässig sind 5.400. Bis zur Grenze bleibt damit Luft, und das ist beruhigend zu wissen, bevor man losfährt. Am Tag der Abfahrt waren es dann 5.330 Kilogramm.
Warum wir überhaupt so genau wiegen und was an der 3,5-Tonnen-Grenze hängt, haben wir gesondert aufgeschrieben. Wiegen gehört bei einem großen Wohnmobil ohnehin zur Vorbereitung, gerade vor der ersten langen Reise. Überladen fährt man unsicherer, und bei einer Kontrolle wird es schnell teuer. Bei Luna lässt sich das Gewicht bequem über die Hubstützanlage ablesen, wir mussten dafür also nicht einmal eine Waage suchen.
Der Kühlschrank bleibt am Wechselrichter bewusst aus
Auch die zweite Baustelle hat sich geklärt, und zwar anders als gedacht. Dass der Kühlschrank über den Wechselrichter nicht mit 230 Volt läuft, ist kein Fehler. Er zieht so viel Strom, dass er für den Betrieb über den Wechselrichter ab Werk deaktiviert ist. Damit können wir gut leben.
Unterwegs läuft der Kühlschrank ohnehin über Gas oder 12 Volt, und wer autark steht, will einen Verbraucher dieser Größe sowieso nicht über die Aufbaubatterie ziehen. Für uns passt das so, die Suche nach dem Programmierkabel hat sich damit erledigt. Wer denselben Effekt am Wohnmobil sieht, spart sich mit dieser Information einen Werkstatttermin.
Jetzt fehlt nur noch das Putzen
Beide Probleme sind gelöst, das Gewicht stimmt, und die Technik läuft. Was jetzt noch ansteht, ist die unspektakulärste Aufgabe der ganzen Vorbereitung, nämlich Putzen. Danach geht es am Samstag, dem 1. August, endlich los. Aus diesen zwei Wochen nehmen wir vor allem eines mit. Bei einem Problem am Wohnmobil lohnt der Anruf bei der Firma, die das Bauteil tatsächlich eingebaut hat, oft mehr als der beim Händler. Städler kannte den Fehler sofort, in Mannheim haben wir zwei Tage lang auf einen Rückruf gewartet, der nie kam.
Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.
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