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Luftsofa fürs Camping: mr. e-zy Premium Lounger

Selbstaufblasende Liege, die in zwei Minuten steht und danach wieder in die Originaltasche passt.
4,5 / 5
Gesamtnote aus den vier Kriterien
Maria liegt in eine Decke gekuschelt mit einem Buch auf dem petrolblauen mr. e-zy Premium Lounger, im Hintergrund ein See und Wald in Schweden
Preis/Leistung
Qualität
Handling
Gewicht

Wir haben den Lounger direkt beim Hersteller gekauft, wir haben dafür 159 Euro bezahlt. Das ist viel Geld für ein aufblasbares Luftsofa. Bereut haben wir den Kauf trotzdem nicht, auch wenn es seltener zum Einsatz kommt, als wir gedacht hatten. Es ist ein Möbelstück für gutes Wetter, und das gibt es in Schweden nicht jeden Tag.

Maße, Gewicht und Lieferumfang

Aufgeblasen misst das Luftsofa 190 mal 85 Zentimeter, die Rückenlehne steht 75 Zentimeter hoch, die Sitzfläche liegt bei etwa 40 Zentimetern. Das Material ist Nylon mit einer TPU-Beschichtung. Der Hersteller gibt 150 Kilo Belastbarkeit an, das Eigengewicht liegt bei 1,4 Kilo. Zum Lieferumfang gehören eine Tragetasche, das Ladekabel, eine Anleitung und zwei Reparaturflicken. Zur Wahl stehen vier Farben, unsere ist Petrol Blue.

Aufbau und Akkulaufzeit

Die Liege pumpt sich selbst auf, nach etwa zwei Minuten steht sie. Der Hersteller nennt 75 Sekunden, bei uns am Wohnmobil dauert es etwas länger. Der Akku wird per USB-C geladen, laut Datenblatt in rund drei Stunden. Für die Zahl der Füllungen pro Ladung nennt der Hersteller 20 bis 30, realistisch halten wir bis zu zehn. Im Alltag stört das kaum, weil eine Ladung damit immer noch über mehrere Tage trägt.

Beim Aufpumpen entsteht ein Geräusch, das im Rahmen bleibt. Am Strand oder auf dem Campingplatz dreht sich deswegen niemand nach uns um.

Wie lange die Luft hält

Wer eine bis anderthalb Stunden darauf liegt, merkt, dass Luft entweicht. Dramatisch ist das nicht, der Liegekomfort lässt langsam nach und man sinkt etwas tiefer ein. Ein Druck auf den Knopf genügt, nach fünf Sekunden ist die Liege wieder prall. Das gehört bei einem aufblasbaren Möbel dazu und ist der Preis dafür, dass es nur 1,4 Kilo wiegt. Wer das weiß, lädt den Akku vor längeren Nachmittagen am Wasser einmal voll.

Liegekomfort und Belastbarkeit

Man liegt sehr bequem darauf, auch über längere Zeit, und das Material fühlt sich hochwertig an. Mit meinen 140 Kilogramm trägt sie mich ohne Weiteres, und mit zwei Metern Körpergröße passe ich vollständig darauf. Bei Maria mit ihren ein Meter sechzig ist ohnehin reichlich Platz. Zur angegebenen Grenze von 150 Kilo bleiben bei mir also zehn Kilo Luft, wer schwerer ist, sollte das im Blick behalten. Meistens liegt Maria darauf, in Nyfors habe ich mich damit auf den Steg gelegt und eine halbe Stunde gedöst.

Welcher Untergrund geht und welcher nicht

Genutzt haben wir es bisher an zwei unserer Plätze, immer auf Wiese oder auf einem Holzsteg. Schotter und Sand haben wir bewusst ausgelassen. Bei meinem Gewicht hätte ich echte Sorge, dass sich irgendwo ein spitzer Stein durch das Material drückt, und die zwei Reparaturflicken im Lieferumfang zeigen, dass der Hersteller diese Gefahr kennt. Auf Gras und Holz gab es dagegen nie ein Problem. Ein Loch hatten wir bis heute nicht.

Verstauen, Pflege und Fazit

Das Material ist gegen Feuchtigkeit völlig unempfindlich. Nach Regen oder auf einem nassen Steg ist die Oberfläche schnell wieder trocken, Schmutz lässt sich einfach abwischen. Eine Reinigung im eigentlichen Sinn haben wir bisher nicht gebraucht. Genau das unterscheidet die Beschichtung von den Stoffbezügen vieler klassischer Campingliegen, die nach einem Regenguss stundenlang klamm bleiben. Wer das Luftsofa am Wasser nutzt, muss also nichts weiter beachten.

Die Luft lässt sich leicht wieder herauslassen, der Hersteller gibt dafür 90 Sekunden an. Nach drei bis vier Minuten ist die Liege so klein, dass sie in die mitgelieferte Tasche zurückpasst. Sie lässt sich dabei wieder genauso falten wie im Auslieferungszustand, und das gelingt bei kaum einem anderen Ausrüstungsstück. Bei Luftmatratzen haben wir das bisher selten geschafft. Verstaut wird sie bei uns in Luna im Sack in den Staufächern über dem Bett, dort nimmt sie kaum Platz weg.

Weil die Liege leicht ist, kann sie bei Wind wegwehen. Dafür ist eine Öse angebracht, an der sich ein kleiner Hering befestigen lässt.

Wir sind sehr zufrieden mit der Anschaffung. Maria liegt am liebsten mit einem Buch darauf, eingekuschelt in eine Decke. Wer ein Luftsofa fürs Camping sucht, das schnell steht, wenig wiegt und sich klein verstauen lässt, bekommt hier ein durchdachtes Stück. Der Preis bleibt trotzdem ein Wort, die Akkuleistung liegt unter der Herstellerangabe, und auf spitzem Untergrund würden wir es nicht einsetzen. Wer damit leben kann, macht mit dieser Campingliege nichts falsch.

Zum Angebot

Führt zu mr. e-zy, wo wir die Liege gekauft haben. Wir verdienen daran nichts.

Bildergalerie
Michael Lengemann
Geschrieben von

Ich bin Michael, 50, aus der Oberpfalz. Zusammen mit meiner Frau Maria führe ich eine Agentur für SEO und GEO, nebenher schreibe ich Psychothriller. Fünf Jahre lang hatten wir ein Boot in Kroatien und wissen seitdem, wie zuverlässig so etwas Geld frisst. Seit 2026 sind wir mit Luna unterwegs, einem Dethleffs Globetrotter XLi. Rund den halben Tag arbeiten wir aus dem Wohnmobil, der Rest gehört den Orten, an denen wir stehen. Beides steht in diesem Logbuch.

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